Würselen - „Europa liegt um die Ecke“: Spurensuche quer durchs Land

„Europa liegt um die Ecke“: Spurensuche quer durchs Land

Von: ehg
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Auf Einladung des Geschichtskreises St. Sebastian stellte der Fernseh- und Hörfunkjournalist Michael Esser aus Herzogenrath-Kohlscheid im Pfarrheim St. Sebastian sein Buch „Europa liegt um die Ecke“ vor. Foto: Sevenich

Würselen. Wie die Kommunen in NRW in europäischen Dimensionen denken und handeln, wie Europa immer präsent ist, ob im Rahmen von Feierlichkeiten und von Städtepartnerschaften oder als bürokratische Direktive aus Brüssel, das belegt der Radio- und Fernseh-Journalist Michael Esser aus Herzogenrath in seinem Buch „Europa liegt um die Ecke“.

Es umfasst 40 Geschichten, daneben aber auch Reportagen und Interviews auf einer lebendigen Reise von Aachen im Westen bis Bad Driburg im Osten, dem Kreis Steinfurt im Norden und dem Rhein-Sieg-Kreis im Süden. Im lockeren Plauderton stellte Esser es in einer Gemeinschaftsveranstaltung von Heimatverein Würselen, Kulturarchiv der Stadt, Geschichtskreis St. Sebastian und Geschichtsverein Euchen vor.

Wie Europa – der Begriff stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist somit noch jung – sich von der ersten Stunde an zu dem entwickelte, wie es sich heute darstellt, skizzierte eingangs der Leiter des Kulturarchivs, Heinz-Josef Küppers. Die Besucher blickten mit ihm in eine Zeit zurück, wo Europa noch in weiter Ferne lag. Das Vaterland sei aufgeteilt gewesen in vier Besatzungszonen. Man habe nicht ohne weiteres von einer in die andere gekonnt. Zum Glück habe es schon bald nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bedeutende Politiker in Europa gegeben, die eine Antwort auf die Fragen der Zeit gesucht hätten.

Auf seiner Spurensuche für sein Buch machte Michael Esser bei dessen Vorstellung beispielhaft in Städten, Kommunen und Kreisen unterschiedlicher Größe Station. Er begann mit Iserlohn, das stolz auf sein Europabüro ist. Jeder vierter Bürger hat bei 127 Nationen einen Migrationshintergrund. Die Polen stellen vor den Türken und den russischstämmigen Einwanderern den größten Anteil. In Vermold, der Wurstküche Westfalens, beruht der Wohlstand auf den Schweinen und den Zuwanderern. 1960 lebten bis zu 1000 Spanier in dieser kleinen Stadt. Ein Bild aus der Nordstadt von Dortmund (mit 132 Nationalitäten) förderte eine harte Realität zu Tage. Dort gibt es außerdem eine Außenstelle der Europäischen Kommission auf kommunaler Ebene. Viele weitere Beispiele folgten. Das Buch ist in der Buchhandlung Pfennings (Kaiserstraße) erhältlich.

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