Eurodebahnhof: Die Bildpaare stehen für das Besondere

Von: nina
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Vier Augen, ein gemeinsamer kreativer Blick: Gerlinde Zantis und Michael Dohle schätzen die kreative Kooperation. Ihre Werke sind nun im Eurodebahnhof zu sehen. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Es ist keine bequeme, keine „übliche“ Kunst, die das Forum für Kunst und Kultur im Eurodebahnhof seinem Publikum präsentieren möchte. Es ist vielmehr die Art von Kunst, die sich vielleicht erst auf den zweiten Blick dem Betrachter erschließt.

Wenn man ganz genau hinschaut, dann erkennt man in den Bildpaaren von Gerlinde Zantis und Michael Dohle das Besondere.

In den Werken der Zeichnerin und des Fotografen scheinen ihre beiden Kunstrichtungen miteinander zu verschmelzen. Zeichnung und Fotografie bilden scheinbar eine Einheit, gehen ineinander über.

„Angefangen hat unsere Zusammenarbeit in den 1990er Jahren, als wir uns beide unabhängig voneinander mit Motiven der Zeche in Alsdorf beschäftigt haben. Da war die Idee der Bildpaare geboren. Jemand hat mal gesagt: Das rechte Auge von der Zantis ist wie das linke Auge vom Dohle“, beschreibt Michael Dohle die Hintergründe der kreativen Kooperation. Beide arbeiten eigenständig, aber verfügen wohl über einen „gemeinsamen Blick“. Seit 2003 unternehmen sie jedes Jahr kreative Reisen nach Frankreich.

Die Komposition schafft bei den zusammengestellten Bildpaaren den Zugang zum Werk. Zeichnung und Foto sind jeweils unabhängig voneinander entstanden. Dann wurden sie zusammengebracht. Mal ist es eine Diagonale, die sich durch beide Werke zieht, mal gibt es einen Übergang, der wie gewollt wirkt.

Gegensätze von Architektur und Landschaft korrespondieren, spielen miteinander. Wolfgang Becker, ehemaliger Leiter des Ludwig-Forums Aachen, schätzt den Umgang der beiden Kunstschaffenden mit dem Raum. Tatsächlich haben sie mit ihrer eigens für das Kunstforum konzipierten Werkschau die Räumlichkeiten perfekt für sich genutzt. Die zum teil großformatigen Arbeiten haben hier genügend Entfaltungsmöglichkeiten. Sie wirken, ja sie sprechen miteinander, wie Becker es nennt.

Jean-Marc Weber aus dem französischen Givry unterhielt die Gäste der Vernissage mit seinen musikalischen Improvisationen. Die Künstler hatten ihn auf einer Reise im Burgund kennengelernt.

Mit dem neuen Termin der Vernissage am Freitagabend erreichte das Forum viele interessierte Gäste – eine gute Alternative zu den Ausstellungseröffnungen am Sonntagmittag.

Die Ausstellung von Gerlinde Zantis und Michael Dohle im Eurode Bahnhof Herzogenrath ist bis zum 18. April dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr (feiertags geschlossen) zu sehen.

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