Eurode-Business-Center im Fokus des limburgischer Gouverneurs

Letzte Aktualisierung:
6004160.jpg
Setzen auf eine intensivierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Gefahrenabwehr (von links): Marjeanne Gerrickens (Provinz Limburg), Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul, die Leiterin des städteregionalen Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz Marlis Cremer, Gouverneur Theo Bovens, Monique Spijker (Provinz Limburg), Markus Heim (DRK), Dr. Joachim Habers, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes StädteRegion und Hartmut Prast (Fachberater CBRN, Städteregion Aachen).

Herzogenrath. Prominenter Besuch genau auf der deutsch-niederländischen Landesgrenze: Seine „Sommertour“ führte den limburgischen Gouverneur Theo Bovens unter anderem in die Städteregion Aachen. Im Herzogenrather Eurode-Business-Center (EBC) informierte er sich über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul betonte bei der Begrüßung des Gouverneurs in Herzogenrath die Notwendigkeit der guten Abstimmung auch über die Grenzen hinweg. „Viele Gefahren wie zum Beispiel giftige oder radioaktive Schadstoffe machen vor Grenzen keinen Halt“, sagt Paul. Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch skizzierte die „lange und gute Zusammenarbeit mit der Stadt Kerkrade im Zweckverband Eurode“. Dies sei auf vielen Gebieten der Fall. Gute und konstruktive Ideen seien entwickelt und umgesetzt worden – und das gelte genauso für den in kommunale Zuständigkeit fallenden Brandschutz.

Bereits Ende der neunziger Jahre haben Kerkrade und Herzogenrath auf der Grundlage des sogenannten „Anholter Abkommens“ eine Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung geschlossen. Im Rettungsdienst sind die Einsätze heute schon fast alltäglich.

Der Herzogenrather Rettungswagen der Städteregion fährt mehr als 100 Einsätze jährlich nach Kerkrade. Die anfänglich befürchtete Zurückhaltung der Patienten gegenüber einem „ausländischen“ Rettungsteam hat sich dabei nicht bestätigt.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst der StädteRegion, Dr. Joachim Habers, ergänzte beim Ortstermin im Herzogenrather EBC weitere Felder der Unterstützung im Bereich der Luftrettung und des Intensivtransportes. Die zuständige Amtsleiterin der Städteregion, Marlis Cremer, betonte, dass auch im Bereich der Fortbildung schon seit vielen Jahren eine deutsch-niederländische Kooperation bestehe.

Die deutsche Seite profitiere dabei von einem Ausbildungssystem, dass die Niederländer vor Jahren eingeführt haben. Mittlerweile sind mehrere Instruktoren in der Euregio Maas-Rhein geschult und können das sogenannte „Emergo-Train-System“ anwenden. Der städteregionale CBRN-Fachberater (chemisch, biologisch, radioaktiv, nuklear), Hartmut Prast, stellte die gemeinsamen Aktivitäten in diesem sehr speziellen Aufgabensegment dar.

Theo Bovens zeigte sich beeindruckt, wie konkret die Zusammenarbeit in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in der Region funktioniert. Der Gouverneur überreichte zum Abschluss allen Beteiligten den neuen „Chancenatlas“ für Süd-Limburg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert