Herzogenrath - Eurode Bahnhof: Private Sammlung mit erstaunlicher Bandbreite

Eurode Bahnhof: Private Sammlung mit erstaunlicher Bandbreite

Von: nina
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Leidenschaftlicher Sammler: Dr. Josef Gülpers. Foto: Nina Krüssmann

Herzogenrath. Zeitgenössische Kunst aus Aachen und Umgebung aus der Sammlung von Kunstfreund Dr. Josef Gülpers ist Positionen zeitgenössischer Künstler aus dem Aachener Raum gewidmet: Er präsentiert sie noch bis zum 12. Februar im Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath in der Euregio im Eurode Bahnhof.

Die Bandbreite der privaten Sammlung ist unglaublich groß, wie Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Preising bei der Vernissage betonte.

Gülpers hat eine Sammlung von mehr als 2000 Kunstwerken zusammengetragen. „Begonnen hat das um 1980, als ich 20 Jahre alt war“ erklärt der Sammler. Mit 14 Jahren verließ er die Hauptschule und erlernte das Bäckerhandwerk, aber immer wollte er lernen.

„Egal was. Nur wissen. Ich las nahezu alles, was mir in die Hände fiel. Mit der Zeit kristallisierte sich mein Interesse heraus: Geschichte, Literatur und Kunst. Ich war so wissbegierig und neugierig, entdeckte immer neue Dinge, über die ich mehr erfahren mochte, aber ich kam einfach nicht weiter. So warf ich schließlich den Bäckerberuf hin und begann mit 24 Jahren auf dem Abendgymnasium Aachen die gymnasiale Oberstufe“, erklärt Gülpers. Über einen engen Freund, einen Antiquitätensammler, steig t sein Interesse für solche Einrichtungsgegenstände und nicht zuletzt die Kunst.

Nach dem Abitur studierte Gülpers in Bonn Geschichte und Germanistik auf Lehramt, nebenbei Kunstgeschichte. „Die intensive Beschäftigung verschob die Grenzen. Später, als ich beruflich tätig war, begann ich, in verschiedenen Auktionshäusern Kunst zu ersteigern. Damals war mein Ziel, aus jeder Epoche der Kunstgeschichte ein oder zwei Arbeiten zu besitzen“, erzählt der Kunstliebhaber. Anfang 2000 erfolgte ein Wechsel, der Kontakt zu Sammlern, Künstlern und Galeristen aus dem Aachener Raum begann und in der Folge sammelte Gülpers nahezu ausschließlich Aachener Künstler.

„Ich genieße, mit diesen Gemälden, Fotos, Videos, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Installationen zu leben. Habe ich ein Werk glücklich erworben, freue ich mich wie ein Kind, aber schon geht der Blick zu weiteren“, betont er und weiß: Platz ist das Problem eines jeden Sammlers.

„Der Austausch mit anderen Kunstinteressierten ist mir wichtig. Ich bin gespannt, wie die Arbeiten, die ich ja aus meinem privaten Zusammenhang kenne, im neutralen Raum einer Ausstellung leben werden“, betont Gülpers. Wichtig sei ihm dabei, mit der Auswahl von sechzig Kunstwerken von rund fünfzig lebenden Künstlern aus Aachen die Räume und ihre Höhe zu nutzen. Die Schau ist dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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