Herzogenrath - Euriade-Festivals: Frieden und Freiheit verteidigen

Euriade-Festivals: Frieden und Freiheit verteidigen

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Diskussion im Saal von Burg Rode: Der Terror und die Flüchtlingskrise waren die bewegenden Themen bei der Veranstaltung „Jugend im Dialog“. Foto: Stadt Herzogenrath

Herzogenrath. Eine internationale Gruppe von 90 Jugendlichen traf sich im Rahmen der Euriade zum Dialog auf Burg Rode. Das Hauptthema war die Flüchtlingskrise und deren Bewältigung. Die Veranstaltung „Jugend im Dialog“ ist ein elementarer Baustein des alljährlichen Programms des Euriade-Festivals.

Ausgerichtet nach dem „Dialogischem Prinzip“ von Martin Buber will der Euriade-Verein junge Menschen auf den „Weg zum Anderen“ bringen. Konkret geht es darum, sie die Bedeutung von Verständnis, Toleranz, Respekt und vor allem Verantwortung erleben und erfahren zu lassen.

Der Intendant der Euriade-Stichting, Werner Janssen, hatte ein Forum interessanter Dialogpartner für die Jugendlichen organisiert. Gemeinsam standen Jo Schlangen, Wethouder der Stadt Kerkrade, Susanne Schwier, Dezernentin der Stadt Aachen, Dr. Manfred Fleckenstein, Vize-Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Sabine Verheyen, Abgeordnete im Europäischen Parlament, und Helmut Etschenberg, Städteregionsrat Aachen, den jungen Leuten Rede und Antwort.

Angst vor weiteren Attacken

Fragen zur aktuellen politischen Lage, insbesondere der Probleme in Europa durch den enormen Flüchtlingszustrom, waren zentrale Themen der Veranstaltung. Sabine Verheyen war bei der Diskussion als Mitglied des EU-Parlaments besonders gefragt. Die Jugendlichen wollten wissen, ob man Angst vor weiteren terroristischen Attacken haben muss, ob es hierzu Hinweise gibt. Gefragt wurde: „Wäre es sinnvoll eine europäische Armee einzurichten?“

Verheyen antwortete: „Ja, wir haben Angst, man kann sich nirgendwo sicher fühlen. Aber ich möchte meinen Lebensstil nicht ändern – auch wenn die Terroristen das wollen. Ich will weiterhin in Freiheit leben können. Deshalb müssen wir sorgsam die Szene beobachten und Lösungen gegen Radikalisierung finden.“ Sie machte auch deutlich, dass die Probleme, die zu bewältigen sind, nicht in wenigen Tagen gelöst werden können.

Städteregionsrat Etschenberg betonte: „Frieden, Freiheit und Demokratie sind für uns elementare Errungenschaften, die wir auch behalten wollen. Wir sollten unbedingt versuchen, die Normalität im Leben zu behalten. Wir sollten dabei auch nicht aus den Augen verlieren, dass mit den ankommenden Menschen auch Chancen verbunden sein können.“ Nach einer intensiven Diskussion zwischen den Jugendlichen und den Dialogpartnern verabschiedete sich die Schülergruppe, die sich auf den Weg machte zu einem Besuch der Herzogenrather Europaschule.

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