Euregiobahnstudie: Im zweiten Schritt konkretisieren

Von: mas
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Baesweiler. Der Wunsch nach einer Anbindung ans Euregiobahn-Netz ist in Baesweiler sehr ausgeprägt. Unterschiedlich sind die politischen Auffassungen aber über die weiteren Planungsschritte.

Vor allem der Vorstoß der Baesweiler SPD, die jüngst ein konkretes planerisches Gedankenspiel gemeinsam mit den Genossen aus Alsdorf präsentierten, stößt bei den Christdemokraten auf Unverständnis.

Das wurde in der Stadtratssitzung im Verwaltungsgebäude Setterich erneut deutlich. Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten mit Datum 15. Juni einen Beschlussvorschlag zum Thema Anbindung der Baesweiler ans Euregiobahn-Netz vorgelegt. Inhaltlich stimmte dieser mit der Vorlage für den Verkehrsausschuss überein. Der Wunsch der Antragsteller: Es sollen erste Lösungsmodelle zur städtebaulichen Einbindung erarbeitet werden.

Jetzt „wenig Sinn”

Das mache zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn, argumentiert Baesweilers Verwaltung. Dazu formuliert der Technische Beigeordneter Peter Strauch: „Es ist nicht sinnvoll, Lösungsmodelle zu erarbeiten, wenn erst über eine Machbarkeitsstudie die Trassenvarianten und konkretere Linienführungen erarbeitet werden sollen, die im zweiten Schritt konkretisiert werden müssen, bevor eine städtebauliche Einbindung mit allen Begleitmaßnahmen eines solchen Projektes erarbeitet werden können.” Bürgermeister Dr. Willi Linkens bemerkte an die SPD gerichtet: „Wenn Sie bevorzugte Trassen behandelt haben wollen, kann ich das nicht begrüßen.”

Worauf auch CDU-Fraktionschef Matthias Puhl abhob und die SPD nebst ihren „neuen Freunden” aus Alsdorf anschoss: „Sie legen sich von vornherein auf eine Trasse fest. Das ist nicht der Sinn einer Machbarkeitsstudie.” SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Bockmühl bemühte sich um Klarstellung. Sie konterte in Richtung Verwaltung und politischer Mehrheit und merkte an: „Es geht uns nicht darum, sich auf eine Trasse festzulegen.” Sie mochte sich des Eindrucks nicht erwehren, es gehe wohl nur darum, „unseren Antrag abzulehnen”.

„Nach vorne bringen”

Alfred Mandelartz (SPD) ergänzte: „Mit dem Antrag haben wir nach einem Konzept gesucht, das die ganze Sache gemeinsam nach vorne bringen soll. Uns geht es darum, eine vorhandene Trasse zu verlängern. Die beiden anderen Vorschläge halten wir für nicht durchführbar.”

Für ein gemeinsames Vorgehen plädierte auch Rolf Beckers (Grüne): „Ich sehe gute Chancen für einen einheitlichen Beschluss. So konkret greifbar wie jetzt ist eine Anbindung an Baesweiler noch nie gewesen.”

Einstimmig wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung angenommen. Sie wurde beauftragt, in Abstimmung mit den Kooperationspartnern - unter anderem AVV, MVR, DB Regio, die Kommunen Alsdorf, Baesweiler und Aldenhoven - eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten.
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