Baesweiler - Euregiobahn-Verlängerung: Baesweiler blickt mit Spannung auf 2020

Euregiobahn-Verlängerung: Baesweiler blickt mit Spannung auf 2020

Von: Verena Müller
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Dr. Willi Linkens, Bürgermeister von Baesweiler, glaubt an einen mittelfristigen Streckenausbau der Euregiobahn bis Baesweiler. Foto: ssc

Baesweiler. Euphorisch könne man in Anbetracht der Tatsache, dass noch keine Förderbescheide vorlägen, zwar nicht sein, sagt Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Aber die Streckenführung stehe fest und die nächsten erforderlichen Schritte für einen Ausbau der Euregiobahnstrecke gen Baesweiler auch.

Drei Alternativen waren einst im Gespräch. Die aus Sicht für Baesweiler idealste Variante wäre ein Anschluss der Streckenführung Carl-Alexander-Park, Alsdorf, Merkstein an die Haupttrasse gewesen. „Das ist aber nicht realisierbar. Dafür hätte man einen Anschluss Annapark benötigt“, so Linkens. Noch besser wäre eine Streckenführung zwischen Alsdorf und Würselen an der B57 entlang, aber ein Tunnel sei ebenso wenig möglich wie Schienen neben der breit ausgebauten Bundesstraße. Also fiel die Entscheidung auf die Verbindung Alsdorf-Mariagrube, Hoengen, Aldenhoven-Siersdorf, Baesweiler-Setterich, Gewerbegebiet und Carl-Alexander-Park.

„Diese Lösung ist besser als gar keine für das Gewerbegebiet“, findet Linkens. Auch wenn es nicht die direkteste Verbindung nach Aachen sei. Bis 2020 lief der Ausbau bis Siersdorf, bis dahin stehe auch die Planung und die Ermittlung der prognostizierten Nachfrage im Rahmen des Infrastrukturbedarfsplans für den Rest der Strecke. Was eine Kostenbeteiligung anbelangt, seien die Kommunen nur bei dem Bau von Bahnhöfen mit im Boot. Den Rest müssten der Betreiber und das Land stemmen.

Wie die Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) auf Nachfrage mitteilte, hängt nun vieles vom Fördergeldgeber, dem Nahverkehr Rheinland (NVR), ab. Mit diesem und den Kommunen befände man sich aber in zielführenden Gesprächen. Wie der NVR sagt, sind die nächsten Schritte folgende: Ermittlung des Bedarfs und Antragstellung durch die EVS, dann Planfeststellung und Finanzierung. Der Abschnitt sei bereits im Nahverkehrsplan bei den Netzveränderungen bis 2025 manifestiert.

Eine der nächsten Maßnahmen ist laut EVS die Schaffung einer Abstellanlage zwischen Alsdorf-Kellersberg und Mariagrube. Zwischen diesen beiden Punkten soll eine Abzweigung entstehen. Gemeint ist also, dass hier eine Weiche gebaut wird. „Im Rahmen der Befahrbarmachung ist dort ein Haltepunkt geplant“, sagt EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil.

Bis Siersdorf soll die alte Trasse von Emil Mayrisch reaktiviert werden. „Die Strecke ist gewidmet, wir gehen davon aus, dass sie verwendbar ist. Hier und da werden natürlich Ausbesserungen oder ein Teilaustausch erforderlich sein.“

Weiter Richtung Baesweiler handele es sich dagegen um eine „ganz andere Größendimension“. „Das muss man beim Land anmelden und bewerten lassen“, so Fürpeil weiter. Die Aussage von Linkens, vor 2020 täte sich da nichts, bestätigte er.

Was die Kosten anbelangt, will sich der NVR nicht zu Spekulationen hinreißen lassen, solange unklar ist, wie viel etwa vom „alten Material“ bei Siersdorf verwendet werden kann. 2,8 Millionen Euro für Mariagrube – Siersdorf, 6,3 Millionen für Siersdorf – Setterich und 10,8 Millionen Euro für den Rest standen mal im Raum.

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