Euregiobahn: Unter Strom auf der alten Trasse nach Mariadorf

Von: ag
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Zwischen Merkstein und Alsdorf Busch wird zurzeit gearbeitet: Dort wird ein sogenanntes „Begegnungsgleis“ angelegt. Foto: A. Gabbert

Nordkreis. In naher Zukunft soll auch die Euregiobahn vollständig elektrifiziert werden. Dabei handelt es sich um die Strecken, die sich nicht im Besitz der Deutschen Bahn (DB) befinden. Das sind die Verbindungen Herzogenrath-Alsdorf-Stolberg, Stolberg-Weisweiler-Langerwehe und Stolberg Hauptbahnhof – Stolberg Altstadt, die von der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) betrieben werden.

Die Elektrifizierung dieser Strecken soll zu einer Kostenersparnis bei der Beschaffung und beim Betrieb der Fahrzeuge, zu einer Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen und zu einer Verbesserung der Fahrdynamik führen. „Das sollte schnellstmöglich erfolgen, da Fristen eingehalten werden müssen. Das ist jetzt schon sehr sportlich“, sagt der Geschäftsführer der EVS, Thomas Fürpeil. Voraussetzung dafür sei, im Vorfeld finanzielle Sicherheit zu schaffen. In diesem Zusammenhang befinde man sich zurzeit in „zielführenden Gesprächen“ mit der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR).

Eine weitere Voraussetzung für die geplante Elektrifizierung ist eine Verlängerung und Verschwenkung der Landebahn des Flughafens Merzbrück. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 27. März unter Auflagen und Bedingungen erteilt. Vom 24. April bis zum 8. Mai lag der Beschluss in den Städten Würselen, Aachen, Stolberg und Eschweiler zu Einsicht aus.

Die EVS plant aber noch eine Reihe weiterer Maßnahmen. Im Lauf der kommenden Woche sollen im Nordkreis Sicherungsmaßnahmen an den Bahnübergängen erfolgen, sagt Fürpeil. Dafür müssten die Bahnübergänge gesperrt werden. Dies werde insbesondere in Alsdorf und teilweise auch in Merkstein der Fall sein, sagt Fürpeil. Genauere Informationen sollen dann über eine Pressemitteilung erfolgen.

Die Arbeiten für ein sogenanntes „Begegnungsgleis“ zwischen Merkstein und Alsdorf Busch seien zurzeit im vollen Gange. In diesem Zusammenhang würden zur Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer auch zwei Brückenteile abgerissen, erklärt der Geschäftsführer der EVS.

Geplant sei auch, die alte Trasse zwischen Kellersberg und Mariadorf wieder in Betrieb zu nehmen. „Die möchten wir gerne in Zusammenarbeit mit dem NVR reaktivieren“, sagt Fürpeil. In einem weiteren Schritt könne dann eine Verlängerung der Strecke nach Siersdorf erfolgen und später dann ein Neubau der Verbindung nach Baesweiler-Setterich.

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