Alsdorf - Euregiobahn ist keine Achterbahn

Euregiobahn ist keine Achterbahn

Von: Stefan Schaum
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Im Anschluss noch einmal prüf
Im Anschluss noch einmal prüfen: Mit einem Messgerät wird kontrolliert, ob die Stopfmaschine die Gleise exakt ausgerichtet hat. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein wenig übertreibt Uwe Kubicki schon. „Schauen Sie mal, wie die Gleise da liegen. Das sieht ja aus wie eine Achterbahn.” Was der Werkspolier meint, ist, dass die jüngst neu aufgelegten Gleise im Zuge des Ausbaus der Euregiobahn noch nicht ganz exakt in der Fahrspur liegen.

Was für den Laien kaum erkennbar ist, erinnert den Fachmann eben an das Auf und Ab und Hin und Her einer Achterbahn. Auch der Gleiskörper und der Schotter brauchen noch ein wenig Feinschliff. Den besorgt am Dienstag ein wahrer Koloss: Eine Gleisstopfmaschine Typ 09-3X.

3X - dieser Teil des Namens steht dafür, das die Mechaniken, die unter einem lokähnlichen Gefährt befestigt sind, in jedem Arbeitsschritt drei Schwellen packen. Packen - das ist wörtlich zu nehmen.

Während die Stopfmaschine langsam Richtung Mariadorf rollt - etwa 800 Meter pro Stunde legt sie zurück - legen sich vorne Rollen links und rechts neben die Gleise und heben sie hydraulisch ein wenig empor. Dahinter fahren meißelähnliche Stäbe in den Schotter und rütteln darin.

Danach wird das Gleis wieder - und zwar an vorab exakt berechneter Position wieder auf den verdichteten Gleiskörper gelegt. Heben, Stopfen, Richten - so nennt es der Fachmann. Diese Arbeit haben zwei Mitarbeiter im Inneren der Stopfmaschine im Blick. Vorne gleicht einer die vorgegebene Ausrichtung mit den Werten im Computer ab, weiter hinten, gleich neben den Meißeln, prüft ein anderer, ob keine Lücken im Schotter bleiben.

Was nach dieser Arbeit übrig bleibt, wird der Schotterpflug richten, der hinter der Stopfmaschine fährt. Damit die Gleise auch exakt ausgerichtet und von Steinen befreit sind, wenn voraussichtlich im Dezember die Euregiobahn erstmals bis Mariadorf durchfährt.
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