Euregio-Route macht Halt in Alsdorf: Blickfänge bei Oldtimer-Tour

Von: dag
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Vor der Ausfahrt wurde manches Gefährt noch mit frischen Treibstoff versorgt – und das galt auch für die alten Motorräder. Foto: Dagmar Meyer
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Bei der Abfahrt bestaunt: Auch Bürgermeister Alfred Sonders wünschte den Startern in Alsdorf eine gute Reise. Foto: Dagmar Meyer

Alsdorf/Region. Die Blickfänge gibt es hier in Serie: Ein Alvis TA Special, dahinter ein Mercedes 280 SL, ein Jaguar X-Type und davor noch ein GAZ 46. Diese und viele andere historische Nobelkarossen waren jüngst in der Alsdorfer Innenstadt zu sehen. Die zwölfte „Euregio-Route“ – eine touristische Ausfahrt für Oldtimer und Klassiker, die alle zwei Jahre stattfindet – führte die große Ansammlung mobiler „Schätzchen” quer durch das Dreiländereck.

Die schmucken Fahrzeuge, alle liebevoll gepflegt und strahlend poliert, ließen die Herzen der Oldtimerfans höher schlagen. Glänzendes Blech und handfeste Technik unter der Motorhaube: Die verschiedensten Modelle – von einfach bis nobel – waren zu sehen. Aus ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden gaben sich die Teilnehmer ein munteres Stelldichein.

Amphibienfahrzeug

Das Vielzweck-Amphibienfahrzeug GAZ 46, abstammend vom Ford GPA, wurde im Jahre 1943 gebaut. Seit 1988 nennt Dirk Baumbach das 62 PS starke Fahrzeug sein Eigen. Sechs Jahre habe die Restauration gedauert, erzählte der Düsseldorfer, der gemeinsam mit Ehefrau Brigitte bereits zum siebten Mal an der Euregioroute teilnimmt. Nachdem er das prachtvolle Gefährt noch kurz mit einem Benzin-Diesel-Gemisch gefüttert hatte, ging es auch schon los. Nicht bloß Autos waren unterwegs: Mit einer Krad-Meldemaschine nahm ein anderer Teilnehmer an der Tour teil. Eineinhalb Jahre lang hat er seine BMW R35 aus dem Baujahr 1937 liebevoll restauriert.

Die Tour startete am Alsdorfer Autohaus Mercedes Benz Zittel an der Linnicher Straße. Dort konnten sich die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Frühstück stärken, bevor es auf die 90 Kilometer lange Strecke ging. Neben den teilnehmenden Schmuckstücken gab es für die Besucher auf dem Gelände verschiedene, von Markus Zittel und seinem Team restaurierte Pkw-Oldtimer wie ein Nachbau des „1. Automobil Mercedes 1886“ und eine Unimog S404.1 Zugmachine aus dem Baujahr 1965 zu bestaunen.

Organisiert hatte die Oldtimer-Ausfahrt mit zahlreichen Zwischenstopps die „Stichting Euregioroute“, ein Zusammenschluss von Liebhabern historischer Autos aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Nachdem Rob Debets, Vorsitzender und Mitgründer der Stichting, die Teilnehmer unterwiesen und Bürgermeister Alfred Sonders ein paar Grußworte gesprochen hatte, machten sich Oldtimer-Enthusiasten und ihre Fahrzeuge auf die Strecke.

Von Zittel aus bewegte sich der Tross zum Aachener Drehturm Belvedere. Hier angekommen, wurden die „Schmuckstücke“ vorgestellt, um dort dem Publikum ein paar Ein- und Anblicke zu ermöglichen.

Zwischenstopp in Aachen

Mit Halt Feldstraße 41 in Aachen und Jülicher Straße 340 in Aachen machten sich die Fahrer und ihre alten Schätzchen nach einem Lunch auf den Weg zum Töpferei-Museum in Raeren (B). Aus dem belgischen Hombourg ging es über die Grenze in die Niederlande nach Wahlwiller. Bei der Tour zählte nicht die hohe Geschwindigkeit. Der Reiz der Landschaft sowie der Spaß am Fahren der alten Schätzchen, deren Fahrverhalten auf Grund technischer Raffinessen volle Konzentration der Fahrer fordert, standen im Vordergrund. Einige Chauffeure hatten gern das Verdeck geöffnet.

Endstation der Euregioroute, die Heiner Erven von der Stichting zusammengestellt hatte, war für Mensch und nostalgische Fahrzeuge die „Auberge de Rousch“ in Heerlen (NL).

Aufgelockert wurde der Halt hier durch einen Auftritt der aus Alsdorf stammenden Boischer Brass Band.

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