Nordkreis - Euregio-Kolleg setzt auf Bereitschaft der Lernenden

Euregio-Kolleg setzt auf Bereitschaft der Lernenden

Von: ehg
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Projektarbeit am Euregio-Kolleg: Schüler des Bio-Leistungskurses, 3. Semester, bei der Identifizierung einer spezifischen DNA. Foto: W. Sevenich

Nordkreis. Um junge Erwachsene, die mehr über den zweiten Bildungsweg erfahren wollen, umfassend Einblicke darin zu vermitteln, hat das 1986 eröffnete Euregio-Kolleg nun seine Türen geöffnet. Sie besuchten den „normalen“ Unterricht, informierten sich über laufende und geplante Projekte, nahmen an Hausführungen teil und führten mit Beratungslehrern persönliche Gespräche.

Neben dem klassischen „Vollzeitkolleg“ fanden auch Bildungsgänge wie „abitur-online.nrw“ und das Teilzeitkolleg, die neben einer beruflichen oder familiären Tätigkeit zum Abitur beziehungsweise zur Fachhochschulreife führen, reges Interesse. Seit 1986 haben an dieser vom Weiterbildungskolleg, einer Tochter des Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) getragene Angebotsschule 2200 Studierende ihr Abitur abgelegt und runde 500 die Fachoberschulreife erlangt.

Derzeit drücken an der Friedrichstraße 72 exakt 366 erwachsene Schülerinnen und Schüler die „Schulbank“. Sie waren für den veranstalteten Tag der offenen Tür – so Schulleiter Martin Sayer – „die besten Multiplikatoren“.

Für ihn ist die individuelle Motivation ein wichtiger Faktor für den Erfolg jeder Weiterbildung: „Von der individuellen Beratung und Einstufung eines jeden einzelnen Interessenten über die vielfältigen Wahlmöglichkeiten in Fächern und Kursen bis zur Begleitung bei Berufsentwicklung und Studienwahl – immer bauen wir auf dem Interesse und der Bereitschaft des erwachsenen Lernenden auf.“

Gerade junge Erwachsene um die 20 Jahre dächten oft ernsthaft über ihren weiteren Lebensweg nach. Dabei gelangten sie häufig zu der Erkenntnis, dass das Abitur als Schulabschluss in vielerlei Hinsicht eine notwendige Plattform ist, um weitere persönliche Ziele erreichen zu können.

Sayer gab den interessierten jungen Leuten, die recht zahlreich aus der Region die Offene Tür nutzten, für ihre Zukunft mit auf den Weg: „Die Dynamik der Veränderung unserer Lebenswelt ist ungebrochen. Bereitschaft und Fähigkeit auch als Erwachsener weiter zu lernen, ist die Bedingung für das Erreichen beruflicher und persönlicher Lebensziele. Unsere Studierenden wissen und erleben das!“

Nach den Worten des Schulleiters vollzieht sich Erwachsenen gemäßes Lernen auch in Projekten. Dem trägt das Euregio-Kolleg Rechnung. Über das von der EU geförderte Comenius-Projekt ist „Würselen“ mit sieben Schulen in Europa und einer in der Türkei „vernetzt“.

Die gemeinsame Umsetzung eines Projektes mit einer italienischen Schule befindet sich darüber hinaus noch in der Planung. Der Leistungskurs Biologie (4. Semester) weckte am Tag selbst großes Interesse durch seine „Experimente zum Genetischen Fingerabdruck“, das dritte Semester Biologie beschäftigte sich mit „Extraktion/Isolierung von DNA“. In englischer Sprache wurde die jüngere Geschichte Europas „aufgeblättert“. Stolz sei das Euregio-Kolleg – so die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Lehrerin Claudia Wein-Hilgers – darauf, mit Ausnahme von Technik alle naturwissenschaftlichen Fächer anbieten zu können.

Im letzten Semester wurde nämlich noch Chemie in den Fächerkanon aufgenommen. Es erwarteten die Besucher auch Lesungen des Literaturkurses. Ob der Resonanz, die der Tag der Offenen Tür bei schönstem Frühlingswetter fand, sieht Schulleiter Sayer das Euregio auf den Weg in eine gute Zukunft.

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