Euregio-Cup ein Erfolg: Segelflug-Zentrum sieht sich gut aufgestellt

Von: Yannick Longerich
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Bei besten Wetterbedingungen holte sich der amtierende Deutsche Meister Oliver Knischewski in der Leistungklasse „Hasen“ den verdienten ersten Platz beim Euregio-Cup des Luftsportvereins Aachen. Am Landes-Leistungsstützpunkt laufen die Planungen für die nächsten Projekte bereits auf Hochtouren. Foto: Leo Wolter

Würselen. Reinhold Sänger, Marko Zettier und Angelika Rebischke vom Luftsportverein Aachen (LVA) saßen entspannt im Vereinsheim und blickten hinaus auf das Rollfeld. Einige Auto-Anhänger reihten sich auf der Westflanke des Flugplatzes noch aneinander, die Segelflieger sind gut verpackt. Die Ausrichtung des Euregio-Cups 2017 hat der Verein erneut problemlos über die Bühne gebracht.

Vorfälle oder gar Bruchlandungen mussten die Verantwortlichen erfreulicherweise nicht vermelden, lediglich zwei Wertungstage konnten witterungsbedingt nicht wie geplant durchgeführt werden. Insgesamt 25.000 Kilometer Flugstrecke brachten die Wettkämpfer zusammen hinter sich, das gute Wetter an den Wettkampftagen erlaubte erstaunliche Höhen von rund 2,2 Kilometer und eine fantastische Sicht über 100 Kilometer.

Igel- und Hasenklasse

Gesegelt wurde in zwei Leistungsklassen, traditionell als „Igel und Hasen“ bezeichnet. Sebastian Schorn vom FSR Kraichgau Sinsheim verwies bei den Igeln Lokalmatador Jürgen Jansen vom LVA sowie Marcus Dawert aus Koblenz auf die Plätze, während sich bei den Hasen der amtierende Deutsche Meister Oliver Knischewski aus Erftstadt keine Blöße gab und souverän Platz eins vor den beiden Aachenern Hajo Machetanz und Till Sandter sicherte.

Auch wenn der LVA beim Heimspiel diesmal leer ausging – die „Ruhmeshalle“ ist in den zurückliegenden Jahren ein ums andere mal neu bestückt worden. Marko Zettier holte bei den vergangenen Deutschen Meisterschaften 2016 in Ulm in der Standartklasse einen starken vierten Platz und rückte somit in die Nationalmannschaft auf. Selbiges erreichte Daniela Wilden von den Merzbrücker Kollegen der SFG Nordstern in Hockenheim. Auch sie ist nun Mitglied der Nationalauswahl.

Für Zettier steht bereits das nächste Highlight vor der Tür. In Zwickau wird er um die diesjährige Deutsche Meisterschaft kämpfen, während zwei Wochen später die Europameisterschaft in Tschechien angesetzt ist. Die Vereinskollegen Hajo Machetanz und Rudi Mathar werden Zettier nach Zwickau begleiten, beide qualifizierten sich in Bayreuth für die Meisterschaftsendrunde.

Die Zwischenbilanz am Landes-Leistungsstützpunkt Segelflug (LLStP) in Merzbrück könnte also nicht positiver ausfallen. Als dienstältester Stützpunkt in NRW liegt das Segelflug-Zentrum bezogen auf seine Veranstaltungsdichte im Bundesland mit großem Vorsprung an erster Stelle. Bundes- und europaweit werden die Plätze vier beziehungsweise sieben belegt. Im weltweiten Vergleich rangieren die Merzbrücker Flieger unter den 25 Topadressen für Segelflug (23. Platz).

Magische Stimmung

Stützpunktleiter Reinhold Sänger konstatierte: „Unser Landes-Leistungsstützpunkt ist wieder einmal gut aufgestellt und kann den kommenden Aufgaben entspannt entgegen sehen.“ Besonders hob er die Bedeutung der sogenannten „D-Kader“ der Luftsportjugend (Aero Club NRW) hervor: „Die Talentförderung steht für unseren Stützpunkt natürlich an erster Stelle. Durch eine Aufnahme in den Kader stehen der Jugend bessere Fördermaßnahmen und auch die Nutzung der modernen Schulungsflugzeuge zur Verfügung.“

Mit Zeller und Sänger hat Merzbrück zwei „alte Hasen“ auf den Trainerstühlen. Mit Dirk Landmesser und Thomas Dahmann könnten in Zukunft zwei talentierte Ausbilder hinzustoßen, beide erfüllen die geforderten Voraussetzungen des Dachverbandes. Eng kooperieren wird der LVA weiterhin mit den Kollegen der SFG Nordstern, Schulungen werden zusammen realisiert und Schulmaschinen gemeinsam genutzt.

Alle 48 Teilnehmer sind mittlerweile wieder gesund zu Hause angekommen. Mit einer großen Portion Wehmut werden sie an die zurückliegenden Tage im und über dem Aachener Nordkreis zurückdenken. „Die Stimmung beim Cup ist jedes Jahr einfach magisch. Der Zusammenhalt der Wettkämpfer, wenn man Abends auf der Wiese zusammen grillt, ist nicht zu brechen“, freute sich Angelika Rebischke. Auch „Küchenfee“ Günter van Gemmeren, laut LVA das Superhirn bei Logistik und Versorgung, hatte seinem Ruf alle Ehre gemacht und versorgte die ermüdeten Segler mit allerhand Köstlichkeiten.

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