Herzogenrath - „Etwas Besonderes”: Sanierung der Merksteiner Kirche wird gefördert

„Etwas Besonderes”: Sanierung der Merksteiner Kirche wird gefördert

Von: Thomas Vogel
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Freuen sich über die Anerkenn
Freuen sich über die Anerkennung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD): (v.l.) Heinz Tiemann, Bauausschuss des Kirchenvorstands, Pfarrer Heinz Intrau, Roland Tauber (DSD), Architekt Bernd Matthisen und Karin Franken, Verwaltungskoordinatorin der Pfarrei. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Vielen Förderanträgen stehen bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) begrenzte Mittel gegenüber. Deswegen können nur ausgewählte Projekte mit einer finanziellen Unterstützung rechnen. Eines von ihnen ist die Innenraumsanierung der Kirche St. Willibrord in Merkstein.

Jetzt überbrachte der Ortskurator Jülicher Land-Euregio der DSD, Roland Tauber, der katholischen Kirchengemeinde in Person von Pfarrer Heinz Intrau nun eine Bronzetafel für die Mauer neben der Haupteingangstür der Backsteinkirche aus dem 18. Jahrhundert.

Da die finanziellen Fördermittel des DSD aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie Glücksspirale stammen, soll die Tafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Glücksspirale” an das Engagement der privaten Förderer erinnern und weiter zum Spenden animieren.

Die Baumaßnahmen fanden, wie immer bei solchen Objekten, unter besonderen denkmalpflegerischen Aspekten statt, berichtete Architekt Bernd Matthisen. Dazu zählt, dass zum Beispiel nur bestimmte Materialien verwendet werden dürfen.

Die Sanierung in St. Willibrord war nötig geworden, da umfangreiche Gewölberisse, die auf alte Bergschäden zurückgehen, die Bausubstanz gefährdet hatten. Da sich auch unter dem Putz Beschädigungen befanden, konnte ihr Ausmaß erst nach der Einrüstung in Gänze erfasst werden.

Die Risse wurden verpresst und vernagelt, der Innenraum erhielt in Teilen einen Neuverputz und eine Neufassung. Besonders bemerkenswert: Da die Kosten durch die verborgenen Beschädigungen vorher nur schwer eingeschätzt werden konnten, haben kurzerhand 20 ehrenamtliche Helfer der Kirchengemeinde mit angepackt.

Die Mehrkosten konnten auf diese Weise in einem erträglichen Rahmen gehalten werden. „Die Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist schon etwas Besonderes”, resümierte Pfarrer Intrau die Zuwendungen aus Bonn. „Darauf kann sich die Gemeinde schon etwas einbilden.”
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