Würselen - Etatentwurf 2018: Das meiste Geld fließt in Schulen

Etatentwurf 2018: Das meiste Geld fließt in Schulen

Von: Beatrix Oprée
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Würselen. Angesichts der Summen, die im städtischen Haushalt hin und her geschoben werden, wird auch dem Bürgermeister mitunter ein wenig schwindelig, wie er selbst gesteht: Stattliche rund 100 Millionen Euro sind es, die die Stadt Würselen in den kommenden vier Jahren in Investitionen stecken will, immerhin 70 Millionen davon kreditfinanziert.

Es gibt zwei Formen von Schulden, legte Arno Nelles dazu plakativ dar: die „nicht zielführenden“, da konsumtiven Schulden, wie sie etwa Kassenkredite darstellten und die man schnell wieder loswerden müsse. Und eben die investiven Kredite, mit denen sich eine Stadt als zukunftsorientiert etablieren könne. Genau das wolle man in der Stärkungspakt-Kommune Würselen. Und dazu gehörten eben auch Investitionen in „nichtrentierliche Dinge“ wie eben das Aquana.

Ein Großteil der Investitionen, so führte es auch Kämmerer Ludwig Bremen bei der Einbringung des Etatentwurfs 2018 sowie der Finanzplanung 2019 bis 2021 am Donnerstagabend ausführte, fließen in die Renovierung von Schulen beziehungsweise Schulneubau – unter anderem 4,9 Millionen Euro ins Grundschulkonzept und 27 Millionen in die neue Gesamtschule.

Zur Realisierung der vorgesehenen Maßnahmen im Zuge des „integrierten Handlungskonzepts“ (IHK) zur Innenstadtgestaltung sind rund 12 Millionen veranschlagt, der 70-prozentige Zuschuss, so der vorsorgliche Hinweis des Kämmerers, werde aber voraussichtlich erst im Nachgang auf einen Zeitraum von fünf Jahren „in unterschiedlichen Prozentanteilen“ ausgezahlt. 3,7 Millionen sind für den Neubau des Kindergartens Heidestraße vorgesehen, 1,45 Millionen Euro zur Schaffung weiterer Plätze für Asylbewerber durch Sanierung und Erweiterung des Gebäudes an der Neustraße . Die Wilhelmstraße soll 2018/19 für 1,048 Millionen Euro ausgebaut werden, gerechnet wird mit einem Landeszuschuss von 358.000 Euro und Anliegerbeiträgen von 354.000 Euro. Für die Erneuerung der Kreuzstraße (von der Bahnhof- bis zur Elchenrather Straße) sind 775.000 Euro vorgesehen, Erschließungsbeiträge sollen 402.000 Euro betragen.

Rund 21 Millionen fließen in die Umsetzung des im Stadtrat nach kurzer, intensiver Diskussion bei Gegenstimmen von Grünen und UWG erwartungsgemäß durchgewunkenen Sportstättenkonzepts inklusive Halle fürs Gymnasium. Auch der Bürgermeister hob hier seine Hand, was er eingangs angekündigt hatte. „Trotz des Bewusstseins all der Risiken“ trage er das Vorhaben mit, das die Stadt abzüglich der Zuschüsse rund 18 Millionen Euro kosten wird. Ein Konzept, das letztlich von SPD, CDU und FDP ausgehandelt worden war und den Schulsport ebenso sichern soll wie den Vereinssport. Nach wie vor, so verdeutlichte Nelles in der späteren Diskussion noch einmal, warne er vor den Folgen, wohl wissend, dass man gewaltige haushalterische Risiken eingehe. „Aber wir müssen handeln“, zeige er nun Loyalität mit dem Stadtrat.

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