Essen mit Blick auf Produktionsbedingungen beim „Fairwöhnabend“

Von: nina
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Fair gehandelte Produkte gibt es auch in Roda: Im DORV-Laden in Pannesheide sind sie im Angebot. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Zusammen kochen gegen das Abkochen!“ So lautet das Motto bei einem „Fairwöhnabend“ im Soziokultulturellen Zentrum Klösterchen am morgigen Mittwoch. „Überall auf der Welt werden Menschen, die in existenzieller Not sind, von skrupellosen Geschäftemachern abgekocht. Ihre Arbeitskraft, ihr Grund und Boden, wie auch ihre landwirtschaftlichen Produkte werden zum Spielball knallharter Kapitalinteressen und führen zu immensen Gewinnen auf deren Seite und zu gleichzeitig größter Armut auf der Seite der Produzenten.“

Wilfried Hammers, Vorsitzender des Fördervereins Arbeit und Umwelt kann viel über den Hintergrund der Aktion berichten.

Mit einem gemeinsam gekochten Abendmenü wollen er und seine Mitstreiter im Rahmen ihrer langjährigen Kampagne „Aufgetischt“ für schmackhafte und vor allem fair gehandelte Lebensmittel werben. „Vielen Gästen werden einige der Produkte neu sein“, sagt Hammers.

Das Kennenlernen dieser Dinge stehe deshalb ebenfalls im Vordergrund des Abends. Der „bittere Beigeschmack“ dieser Nahrungsmittel solle zudem Thema der Gespräche am Tisch sein. Für die Kampagne „Aufgetischt“ hatte der Verein 2012 den Umweltpreis des Diözesanrates der Katholiken bekommen.

Der „Fairwöhnabend“ im Klösterchen ist neben vielen kleinen Aktivitäten in Roda die Hauptveranstaltung im Rahmen der zwei Wochen andauernden bundesweiten „Fairen Wochen“, die zu weltweiter Gerechtigkeit beitragen möchten. Rund 2500 Veranstaltungen finden deutschlandweit statt.

Probieraktionen

Der Aktionszeitraum dauert noch bis zum 27. September unter dem Motto „Fairer Handel. Faire Chancen für alle“ statt. Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkte, Kantinen und Einzelpersonen informieren dabei über den Fairen Handel. Bei Probieraktionen, Vorträgen und Gesprächen soll der Faire Handel erlebbar werden.

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