Würselen - Es schmeckt: Mensa in Würselen legt guten Start hin

Es schmeckt: Mensa in Würselen legt guten Start hin

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Zufrieden mit den ersten Wochen: Dagmar Thorandt, die Vorsitzende des Mensa-Vereins, überzeugt sich immer vor Ort, ob die mensa gut läuft.
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Manchmal gibt es den schnellen Nachtisch wie Äpfel, Mandarinen oder Bananen. Die Schüler nehmen sich gerne das Obst mit.

Würselen. Sie kennt die Renner längst: Dagmar Thorand, die Vorsitzende vom Mensaverein Würselen, bestellt täglich 400 Essen für Schüler in der neuen Mensa des Städtischen Gymnasiums. Paniertes Hähnchenschnitzel, Kartoffelpüree, Rahmspinat und Fischstäbchen werden sehr gerne gegessen, auch fruchtige Tomatensoße.

Überhaupt muss immer überall Soße drauf sein, sagt Thorand. Dann essen die Schüler sogar Salat und Gemüse. Seit dem Ende der Weihnachtsferien ist die neue Würselener Schulmensa geöffnet. Schüler des Gymnasiums, der Gesamtschule und einige Grundschüler der OGS Sebastianusschule. Nach den Osterferien werden es noch mehr. Alle sollen von dem neuen Mensa profitieren, die sich laut Thorand schon in den ersten Wochen bewährt hat.

240 Sitzplätze

Bei 240 Sitzplätzen muss die Abfolge beim Essen geplant sein. „Zuerst kommen die Schüler der Gesamtschule, Klassenweise, begleitet von ihren Lehrern“, erzählt die Vereinsvorsitzende. Die jungen Kunden scheinen mit dem Angebot zufrieden zu sein. „Die Spaghetti sind echt lecker“, urteilt die elfjährige Jana Blaik.

Hannah Kistermann (12) findet alles in dieser Mensa besser als in der Übergangsmensa. besonders gut sei, dass man sich bei den beilagen nun selbst bedienen kann: „Es ist super, dass wir uns selbst was nehmen können. denn wir wissen, ob wir viel oder wenig Hunger haben. Am Ende geht aufessen einfach viel besser, wenn man sich selbst den Teller gefüllt hat.“

Wenn die Gesamtschüler fertig sind, kommen die Gymnasiasten. Die Abläufe sind inzwischen eingespielt. Immer noch achten aber täglich jeweils drei Lehrer darauf, dass alle Regeln eingehalten werden. Die älteren Schüler machen die Jüngeren darauf aufmerksam, dass Teller nicht zu voll geladen werden, dass Löffel wieder in die richtigen Schüsseln kommen und vieles mehr. „Das hätten wir alles gar nicht alleine geschafft“, urteilt Thorand.

Mittlerweile beschäftigt sie im Gymnasium vier Festangestellte, sechs Minijobber und einen Helfer, der ein freiwilliges soziales Jahr beim Mensaverein macht. Sie selbst arbeitet als Vorsitzende des Mensa-Vereins ehrenamtlich.

Dabei ist sie durchaus rund 20 Stunden in der Woche beschäftigt, um Personal einzuteilen, die Buchungen der Abos zu prüfen und Zuschüsse von Ämtern für mittelloser Kinder zu fordern. Vor allem aber, weil sie in den Mittagspausen vor Ort ist. „Nur wenn ich selber am Geschehen bleibe, sehe ich, was gut läuft und was noch verbessert werden muss“, sagt Tghorand.

Mehr Unterstützung wünscht sich Thorand von der Stadt Würselen. Weil der Mensaverein den Schulträger zu 100 Prozent von der Verwaltungsarbeit entlaste, wäre ein fortlaufender finanzieller Zuschuss wünschenswert. „Dann hätten wir noch ein bisschen Geld in der Hinterhand.“

Das Essen wird von verschiedenen Anbietern geliefert. „Manche haben Bioqualität, andere kochen nach dem cock- and chill-Verfahren. Wir haben auch einen regionalen Anbieter. Der liefert momentan noch alles ganz heiß zur richtigen Zeit.“ Das soll sich ändern: Wenn die letzten Baustellen in der Mensa verschwunden – noch fehlen zahlreiche Türen – sind, soll vor Ort mehr gekocht werden.

„Wir werden in Zukunft Kartoffelgratin oder Gemüseaufläufe genauso selbst machen wie das frische Gemüse für den Salat“, sagt Thorand. In wie weit sich die Mensa selbst versorgen kann, ist aber nicht zuletzt auch abhängig davon, wie viel personal die Stadt bewilligt. Die oberste Prämisse laute aber: Das Essen muss den Schülern schmecken.

Neben den Schülern scheinen auch die Eltern zufrieden zu sein. „Uns erreichen Mails, in denen steht: Unsere Kinder sind begeistert. In der Mensa herrscht eine schöne Atmosphäre und das zeitgleiche Essen klappt sehr gut.“ Dagmar Thorand ist mit den ersten Wochen der neuen Mensa sichtlich zufrieden.

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