Es bleibt am Markt bei einer Fahrspur

Von: ehg
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Würselen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr hat sich jüngst mit einem Bürgerantrag befasst. Gestellt hatte ihn Günter Dümont für die Interessengemeinschaft Kaiserstraße/Markt. Inhalt: Die Forderung eines Zweirichtungsverkehrs auf dem bereits ausgebauten Teilstück des Markts.

„Nach Fertigstellung des kompletten Straßenausbaues soll das neue Verkehrskonzept auch die von der überwiegenden Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gewünschte zweispurige Befahrbarkeit der Straße Markt beinhalten”, heißt es im Antrag. Erst dann werde der geplante Kreisverkehr an der Sebastianusstraße „wirklich Sinn machen”.

Wie Technischer Beigeordneter Till von Hoegen darlegte, umfasst der Zuwendungsantrag nicht das Stück der Sebastianusstraße zwischen dem „Kank” und dem zukünftigen Kreisverkehr. Dieses Straßenstück sei auch nach neuerlicher Aussage der Bezirksregierung Köln als Zuschussgeber nicht zuwendungsfähig, da es sich gemäß Flächennutzungsplan nicht um eine Hauptverkehrsstraße handele.

Falsch sei die Behauptung des Antragstellers, das Verwaltungsgericht Aachen habe im Rechtsstreit bezüglich der Anliegerbeiträge die Straße „Markt” als Hauptverkehrsstraße eingestuft. In Wirklichkeit habe das Gericht diese Frage offen gelassen.

Die Einstufung des Marktes als Hauptverkehrsstraße widerspreche der mit den Städtebauförderungsmitteln durchgeführten Umgestaltung des Platzes. „Eine Aufstufung als Hauptverkehrsstraße hätte eventuell die Rückzahlung von Fördermitteln zur Folge.” Diese Frage werde noch mit der Städtebauförderungsabteilung bei der Bezirksregierung erörtert.

Unabhängig davon zeichne sich jedoch ab, dass das Straßenstück zwischen „Kank” und zukünftigen Kreisverkehr in einem Zuge mit der Fördermaßnahme Sebastianusstraße/Drischer Straße/Wilhelmstraße gebaut werden könne. Aufgrund der Hochbaumaßnahme Neubau „Kank” werde das Straßenstück zwischen Kank und zukünftigem Kreisverkehr Sebastianusstraße erst in 2012 gebaut werden können.

In einem Rutsch

Es sei richtig, die beiden Straßenstücke in einem Rutsch zu bauen, meldete sich SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix zu Wort. Die Maßnahme „im Paket” auszuschreiben, sei darüber hinaus günstiger. Er halte die vom Rat beschlossene Einbahnstraßenregelung nach wie vor für richtig, zumal die Gefährdung der an der Rinne spielenden Kinder dadurch habe weitgehend ausgeschaltet werden können. Mix: „Die größten Probleme sind gelöst.”

Der Bürgerantrag sei inhaltlich nicht schlüssig und in vielen Teilen nicht richtig, blieb auch CDU-Sprecher Balthasar Tirtey in Bezug in puncto Einbahnstraßenregelung bei seiner Position. Er wünschte sich, wieder zu versöhnlicheren Tönen zurückfinden zu können. Durch einen „Beschlussänderungsantrag” versuchte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) den vom Rat gefassten Beschluss „aufzuweichen”. Wobei sie der Interessengemeinschaft in deren Forderungen den Rücken stärkte. Vorgetragen wurde sie vom sachkundigen Bürger Ralf Niederhäuser.

Nach weiteren Klarstellungen durch den Technischen Beigeordneten musste er, was die geforderte Aufstufung des Marktes zur Hauptverkehrsstraße betraf, zurück rudern. Er hielt aber daran fest, dass Straßenteilstück „Kank”-Kreisverkehr als Zweirichtungsverkehr zur besseren Erreichbarkeit der dortigen Parkplätze zu planen. Ein Jahr nach dem Ausbau des Straßenstücks Sebastianusstraße und Drischer Straße/Wilhelmstraße sollten die Verkehrsströme und ihre Auswirkungen auf andere Straßen, insbesondere auf den Gefährdungsbereich vor der Schule Friedrichstraße geprüft werden.

Sollten sich negative Auswirkungen zeigen, dann sollte über eine zweispurige Befahrbarkeit des Marktes neu nachgedacht werden. Steinhäuser: „Wir wollen uns diese Option offen halten.” Die Änderungswünsche wurden vom Ausschuss mehrheitlich abgelehnt. Gegen die UWG-Stimmen beauftragte er die Verwaltung, „alles zu unternehmen, damit die Straßenbaumaßnahme Sebastianusstraße zwischen Kank und zukünftigem Kreisverkehr sowie Sebastianusstraße/Drischer Straße/Wilhelmstraße in einem Zuge möglichst in 2012 realisiert werden können”.

Keine Frage war für die Mehrheit, dass nach Fertigstellung des kompletten Straßenausbaus die derzeitige Verkehrsführung mit einer Einbahnstraße auf dem Markt beibehalten werden soll.
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