Ertappter Umweltsünder muss hohes Bußgeld zahlen

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Alsdorf. Mitarbeiter des Eigenbetriebs Technische Dienste sind Ende vergangener Woche einem besonders schweren Fall illegaler Müllentsorgung auf die Schliche gekommen. Der Verursacher wurde ermittelt.

An zwei entlegenen Stellen in Schaufenberg sowie Hoengen fanden sie insgesamt rund 100 mit Unrat und Verpackungsmaterial gefüllte Abfallsäcke am Straßenrand wild verteilt vor. Da teilweise das Verpackungsmaterial aufgerissen war, verteilte sich der Unrat großflächig in der Landschaft.

Wie in solchen Fällen üblich, untersuchten die Mitarbeiter des Technischen Dienstes den Müll nach möglichen Hinweisen auf die Täterschaft. Die Spuren ließen sich schließlich zu einem Alsdorfer Imbissbetrieb zurückverfolgen. Die weiteren Ermittlungen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung mit großem Nachdruck durch Kräfte des Fachgebietes Sicherheit und Ordnung weiter betrieben. Diese suchten den betreffenden Gastronomen auf und konfrontierten diesen mit den ersten Ermittlungsergebnissen. Hierbei klärte sich schnell auf, dass der Imbissbetreiber nachweislich einen Aachener beauftragt hatte, die Abfälle ordnungsgemäß auf der Mülldeponie Warden zu entsorgen. Dieser hatte dann allerdings das Geld in die eigene Tasche gesteckt und den Müll „wild” entsorgt.

Notfalls Haft erzwingen

Bei der im Ordnungsamt durchgeführten Anhörung des Täters gab dieser die Tat schließlich zu. Gegen den 23-Jährigen wurde ein Bußgeldbescheid in Höhe von 3000 Euro erlassen. Hierin enthalten sind die Kosten in Höhe von etwa 1000 Euro für die der Stadt entstandenen Kosten.

Der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen dankte den Mitarbeitern des Eigenbetriebs Technische Dienste und des Ordnungsamtes für ihr Engagement bei der Bekämpfung der illegalen Abfallentsorgung. Gleichzeitig gab er klar zu verstehen, dass es seitens der Stadt beim wilden Müll kein Pardon geben wird. „Durch die illegale Abfallentsorgung entstehen der Stadt und damit ihren Bürgern jährlich Kosten von rund 50.000 Euro. Viel Geld, das bei Kindergärten, Schulen, Vereinen und anderem eingespart werden muss.” Jedem, der in Alsdorf ein Umweltdelikt begeht, muss klar sein, dass er bis zur Ausschöpfung sämtlicher rechtlicher Möglichkeiten verfolgt wird”, betont Kahlen.

Auch für den Fall der Nichtzahlung des Bußgeldes lässt die Vollstreckungsbehörde keinen Raum für Fragen. Kahlen: „In einem solchen Fall werden wir natürlich beim Amtsgericht Aachen die Erzwingungshaft initiieren.”
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