Baesweiler - Erstes Teilstück der B 57n soll im Herbst fertig sein

Erstes Teilstück der B 57n soll im Herbst fertig sein

Von: Daniel Gerhards
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„Dass die Straße notwendig i
„Dass die Straße notwendig ist, sieht man jeden Morgen”, sagt auch der Erste und Technische Beigeordnete Peter Strauch: Aber fast vier Jahrzehnte hat es gedauert, bis Pläne für eine Umgehung endlich in die Tat umgesetzt werden. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Eigentlich sieht die neue Bundesstraße, die von Geilenkirchen-Immendorf vorbei an Puffendorf und Beggendorf bis zur L 225 gleich am Carl-Alex-Park führt, schon befahrbar aus. Das erste Teilstück der B 57n, die Ortsumgehung Setterichs, ist beinahe fertig.

Es laufen noch Asphaltierungsarbeiten und Fahrbahnmarkierungen fehlen. Doch im Herbst soll die Strecke freigegeben werden. Die neue Ortsumgehung soll dafür sorgen, dass wesentlich weniger Verkehr durch Baesweiler und Setterich rollt.

Bald Entlastung für Setterich

Auf dem 7,2 Kilometer langen Stück werden insgesamt rund 20 Millionen Euro verbaut - so lautet die derzeitige Kostenprognose. Ursprünglich war knapp die Hälfte eingeplan. Dafür haben die Bautrupps jede Menge Erdreich bewegt und vier Brücken für Teilstück 1 gebaut. Entlastung, darin sind sich viele Experten einig, bringt die Straße besonders für die Hauptstraße in Setterich.

Derzeit müssen etwa viele Lastwagen, die die Autobahn 44 in Aldenhoven verlassen, auf dem Weg zum Baesweiler und Übach-Palenberger Gewerbegebiet durch den ohnehin schon viel befahrenen Settericher Ortskern. Das wird zur Freude von Anwohnern und Fahrern bald ein Ende haben.

Bereits seit den 70ern in Planung

Geplant ist die Umgehung Baesweiler bereits seit den 70er Jahren. Auch der Bau einer Autobahn stand seinerzeit einmal in Rede. Und nun, fast vier Jahrzehnte später, steht das erste Teilstück der neuen Bundesstraßen-Trasse vor der Fertigstellung. Höchste Zeit, dass die Lkw und Autos bald von der Abfahrt der A 44 in Aldenhoven über die B 56 und B 57n zum Ziel kommen: „Dass die Straße notwendig ist, sieht man jeden Morgen”, sagt Baesweilers Erster und Technischer Beigeordneter Peter Strauch.

Sobald das aktuell im Bau befindliche Teilstück fertig ist, beginnt die Arbeit für die Verantwortlichen der Stadt Baesweiler. Zum 1. Januar 2012 soll nämlich die alte B 57 in Setterich zur Stadtstraße abgestuft werden. Der Bereich vom Adenauerring bis zu den beiden Banken wird als erstes umgestaltet, erläutert Strauch. Derzeit ist die Hauptstraße teilweise zwölf Meter breit.

Für eine Stadtstraße sind nur 6,50 Meter vorgeschrieben. Das lässt Spielraum, um die Gehwege zu verbreitern und das gesamte Erscheinungsbild städtebaulich attraktiver zu gestalten. Die Umgestaltungsmaßnahmen sollen das Geschäftszentrum Setterichs insgesamt ansehnlicher machen. Dazu stehen auch Städtebau-Fördermittel aus dem Projekt „Soziale Stadt” bereit.

Und auch für den Landesbetrieb Straßen.NRW steht nach dem Anschluss an die L 225 keine Pause bevor. Die Umgehungsstraße wird dann vorbei an Gut Blaustein und der Baesweiler Halde zur L 240 weitergeführt. Damit soll auch der Anschluss in Richtung Autobahnauffahrt Hoengen geschaffen werden. „Damit geht es noch in diesem Jahr weiter. Die Ausschreibungen laufen derzeit”, erklärt Arnd Meyer, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW.

Das Augenmerk liegt zunächst auf einem weiteren Brückenbauwerk nahe Gut Blaustein und archäologischen Untersuchungen, die in diesem Bereich notwendig sein werden. Insgesamt sind auf dem Teilstück zwischen L 225 und L 240 fünf Brücken notwendig.

Auf dem Weg in Richtung Süden wird die Straße nah vorbei am Carl-Alex-Park, der sich zu einem Naherholungsgebiet für Baesweiler entwickelt hat, führen.

Zudem stehen große Teile des ehemaligen Zechengeländes unter Naturschutz. Die neue Straße beeinflusse dies allerdings nicht negativ, erklärt Strauch. Es würden zahlreiche Ausgleichsflächen geschaffen, durch die „das Gebiet sogar ökologisch aufgewertet” werden könnte.
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