Erste Säule der Freiheit steht in Alsdorf

Von: Karl Stüber
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Die erste Säule des Projekts „Pillars for freedom“ steht in Alsdorf: (v.l.n.r) der Alsdorfer Bildhauer Alfred Mevissen hat, Danile Manti (Natursteine Wronski) und Förderer Hans-Willi Grümmer.

Alsdorf. Mit Hilfe des die Welt um- und einspannenden Internets hat der Alsdorfer Alfred Mevissen ein internationales Kunstprojekt initiiert: „Pillars for freedom - Säulen der Freiheit“. 14 Künstler aus den USA, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Litauen sind Mevissens Aufruf bereits gefolgt und werden dabei von Sponsoren unterstützt.

Und es sollen noch viel mehr werden. Es geht dabei um Toleranz, Demokratie, Bildung, Respekt und Mut. „Das Projekt Säulen der Freiheit hat das Ziel, an die Bedeutung des aktiven Engagements für die Freiheit zu erinnern“, sagt Mevissen.

Er hat sich zur Realisierung des Vorhabens eine einjährige Auszeit von der Arbeit genommen, um sich seiner Passion als Bildhauer voll und ganz widmen zu können. In seinem anderen Leben ist er Manager in der pharmazeutischen Industrie.

Jetzt wurde die erste Säule installiert – natürlich in Alsdorf – als Initialzündung. Sponsor ist Hans-Willi Grümmer, Inhaber der Euregio-Solarzentrum GmbH, deren Neubau direkt gegenüber dem Energeticon, dem Dokumentationszentrum für historische (Kohle, Öl und Gas) und regenerative Energieformen (Wind, Wasser, Sonne) in Alsdorf, steht.

Grümmer, der zu der Gründergeneration der Grünen in Alsdorf gehört, sagt zu seiner Motivation: „Dieses No-Profit-Projekt ist eine wunderbare Initiative, um die Bedeutung der für uns in Deutschland so selbstverständlichen Freiheit etwas mehr Beachtung zu schenken.“

Denn selbstverständlich und von allein gebe es die Freiheit ja nicht. Da brauche der Blick beispielsweise nur in die arabische Welt und aktuell die Türkei gehen. „Sicherlich betrifft das mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung.“ Energiefachmann Grümmer sagt weiter: „Frieden wird weltweit gefährdet durch die Gier nach Rohstoffen, insbesondere nach Öl, zum Beispiel im Zuge der Golfkriege, was wiederum den Terrorismus befeuert hat.“ Aber um erneuerbare Energien brauche man keine Kriege führen. Die seien überall im Überfluss vorhanden, nur anzapfen müsse man sie.

Wasser, Wind und Sonne greift das Konzept der „Freiheitsstatue“ in Alsdorf auf, die von Alfred Mevissen nun komplettiert wird. Er hat bereits mit der Bearbeitung der von der Firma Natursteine Wronski aufgestellten Säule aus türkischem Basalt begonnen: Die Säule steht auf einer Brunnenwanne. Photovoltaik-Module werden das in Schwarz-Gelb gehaltene Kunstwerk komplettieren.

Mevissens Vision ist es, bis zum 9. November 2017 alle bis dahin stehenden „Säulen der Freiheit“ zu dokumentieren und via Internet zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzuschließen. Der 9. November ist natürlich mit Bedacht gewählt: der Fall der Mauer im Jahre 1989. Der Alsdorfer will den Blick auf die positiven Botschaften richten, wie Freiheit funktionieren kann. Außerdem möchte er die Gedanken von möglichst vielen Menschen zum Thema „Säulen der Freiheit“ sammeln und am Ende auf der Website veröffentlichen.

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