Erste Säule der Freiheit in Alsdorf fertig

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
13526651.jpg
In Nachbarschaft des Energeticons in Alsdorf: Bildhauer Alfred Mevissen (l.) und Auftraggeber Hans-Willi Grümmer (Euregio-Solarzentrum GmbH) an der ersten Säule der Freiheit in Alsdorf. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Das von Alsdorf ausgehende internationale Kunstprojekt „Pillars for freedom – Säulen der Freiheit“ hat gut Fahrt aufgenommen. Mittlerweile beteiligen sich schon 31 Künstler aus zwölf Ländern an dem bis 7. November 2017 laufenden Projekt, wie der Initiator, der Alsdorfer Bildhauer Alfred Mevissen, bei der kleinen Feier anlässlich der ersten in Alsdorf fertiggestellten Skulptur sagte.

Die von Hans-Willi Grümmer, Inhaber der Euregio-Solarzentrum GmbH, gesponserte Säule hat die drei regenerativen Energieformen Wasser, Wind und Sonne als Thema. Das tragende Element ist aus türkischem Basalt und steht auf einer Brunnenwanne. Photovoltaik-Module und eine symbolische Sonne komplettieren das Kunstwerk, aus dem aufgefangenes Regenwasser im Kreislauf sprudelt.

Grümmer wurde vor ein paar Monaten bei einer Veranstaltung des Kunstvereins auf Mevissen und dessen Idee von den „Säulen der Freiheit“ aufmerksam – und war sogleich Feuer und Flamme. Der Solarfachmann sieht die über 70 Jahre als Lebensgrundlage selbstverständlich gewordene Freiheit weltweit leider auf dem Rückzug und bedroht. Kriege würden zunehmend um Rohstoffe und Energie geführt – wie die beiden Golfkriege, ist er überzeugt. Mit der Unterstützung des Projekts Säulen der Freiheit will er ein Zeichen setzen, dass Freiheit nur in Frieden gedeihen kann. Und: „Jeder zusätzliche Solaranlage macht Krieg um Öl ein wenig sinnloser.“

Auch Bildhauer Mevissen hat „den Eindruck, es läuft weltweit nicht mehr in die richtige Richtung“. Er arbeitet bereits an einer zweiten Säule zum Thema Redefreiheit. Der Alsdorfer, der für sein Vorhaben extra für ein Jahr seinen Job in einem Pharmaunternehmen ruhen lässt, hat dabei ein Zusatzprojekt im Frühjahr nächsten Jahres im Blick.

Auf dem Areal des Vereins „Go better“ in Mariadorf – ein Träger der freien Jugendhilfe – möchte er mit fünf anderen Künstlern ein Symposium abhalten. Dabei sollen fünf weitere Säulen (zwei aus Granit, zwei aus Marmor und eine aus türkischen Basalt) entstehen, die mit seiner Säule zur Redefreiheit in den sechs Parks der Stadt Alsdorf aufgestellt werden sollen. Vorstellbar sei dann eine Radtour, um die Standorte miteinander zu verknüpfen.

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) hat diese Idee bereits aufgegriffen und einen Bauunternehmer für das Vorhaben gewonnen, der die Stelen aufstellen und befestigen will. „Da fehlt uns jetzt nur noch ein Kran“, sagte Sonders mit Blick auf einen weiteren noch zu findenden Sponsor.

„Das ist bürgerliches Engagement im besten Sinne“, lobte er die Akteure.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert