Alsdorf - Erstaunen und Unmut über neue Alsdorfer Müllgebühren

Erstaunen und Unmut über neue Alsdorfer Müllgebühren

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Von Erstaunen bis Unmut herrscht die Palette der Reaktionen auf die neue Müllgebührensatzung in Alsdorf.

Die Biotonne steht im Zentrum des Interesses, die ab 2009 nur noch 14-tägig statt wie bisher wöchentlich abgeholt wird. „Sinken denn auch entsprechend die Gebühren?”, fragte eine erboste Leserin. Die klare Antwort: Ja, von 72 auf 60 Euro, wobei die Biotonne immer noch mit 40 Euro aus der Restmülltonne subventioniert wird.

Und FWA-Fraktionsvorsitzender Dietmar Brühl stellt sich gar öffentlich die Frage, ob die Biotonne in Alsdorf vor dem Aus stehe. Denn, so seine Feststellung, „die Bürger, die Umweltbewusstsein zeigen und ihren Müll strikt trennen, werden nach wie vor finanziell benachteiligt.”

Bis vor zwei Jahren habe die Trennung noch Sinn gemacht, um so so wenig wie möglich Restmüll zu produzieren. Denn bis dahin sei die Zahl der Restmüllentleerungen noch spitz abgerechnet worden, da habe man wirklich noch sparen können.

Doch seit 2008 sei die Leerung der grauen Restmülltonne auf eine Mindestzahl von acht angesetzt worden. Dabei erreiche der trennende Durchschnittshaushalt gerade einmal vier bis sechs Leerungen pro Jahr - machen nach Brühls Rechnung Überkapazitäten in der Größenordnung von von zwei bis vier Restmülltonnen - die man doch mit Biomüll füllen könnte.

Denn Dietmar Brühl stellt fest, „dass man den grünen Abfall auch über die graue Restmülltonne entsorgen beziehungsweise im Sommer über die zur Verfügung gestellten Container entsorgen kann”.

Zumindest für kleine Haushalte lohne sich dir grüne Tonne da wohl nicht mehr. Die Biotonne abbestellen gehe ganz einfach, erklärt er dann: bei der Regioentsorgung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum 1. des Folgemonats...

Bei der Regioentsorgung und der Stadt Alsdorf aber sieht man das ganz anders. Zunächst korrigieren Rainer Lenzen, Geschäftsführer der Regioentsorgung, und Walter Buttgereit, kaufmännischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs Technische Dienste, Brühls Angaben: Denn die rund 20.000 grauen Tonnen in Alsdorf würden durchschnittlich zehnmal und nicht etwa vier- bis sechsmal im Jahr geleert.

Acht Mindestleerungen wären damit noch unter dem Schnitt. Lenzen weist zudem auf das Landesabfallgesetz und die Satzung des die Restmüllentsorgung regelnden Zweckverbands Entsorgungsregion West (ZEW) hin: Hier sei als vorrangiges Ziel die getrennte Abfuhr von Bioabfall vorgegeben.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz gibt auch Walter Buttgereit zu bedenken: „Wir sind auf einem guten Weg mit Blick auf die Zukunft und die Energieerzeugung aus Biomasse.” Zudem stellen sie eine ganz andere Rechnung auf als der FWA-Fraktionschef.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert