Ersatz für abgerissene Brücke ist in Sicht

Von: Karl Stüber
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Die Holzbrücke war marode geworden: Die Stadt Würselen setzt diesmal auf eine Aluminiumkonstruktion. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Holzbrücke, die in Höhe Ginsterweg als Fußweg über die K 30 (Willy-Brandt-Ring) führte, ist vor etwa einer Woche abgerissen worden. Tragende Teile waren angefault und gerissen, so dass die Stadt Würselen den Übergang hatte sperren müssen.

Schon während dieser Sperrung gab es zahlreiche Anfragen und Beschwerden aus der Bevölkerung, da der Radweg ohne die Brücke seine überregionale Bedeutung verliert und die Verknüpfung mit dem gerade neu erstellten Bahntrassenradweg Aachen-Jülich aus südwestlicher Richtung nicht mehr gegeben ist.

Radweg ist unterbrochen

Auch der örtliche Radverkehr, insbesondere Schüler müssen nun in einem Abschnitt über die vielbefahrene L 136 in Broichweiden ausweichen und teilweise sowohl die L136 als auch die K30 an signalisierten Punkten kreuzen.

Der ehemalige kombinierte Geh-/Radweg der L136 – Hauptstraße wurde auf Grund gesetzlicher Veränderungen aufgegeben, so dass dort derzeit kein ausgewiesener Radweg vorhanden ist, legte die Stadtverwaltung dar – und befürwortete den Bau einer Ersatzbrücke.

Zur Ermittlung der Kosten für eine neue Brücke liegen derzeit zwei Richtpreisangebote vor. Die Ausführung in einer Stahl-Holzkombination liegt dabei in der Anschaffung rund 30.000 Euro günstiger als die Aluminiumvariante, die etwa für die Brücken des neuen Radwegs Aachen-Jülich im Bereich der Poststraße eingesetzt wurden. Vorteil der Aluminiumbrücke sind jedoch die geringeren Folgekosten, da diese Brücke nahezu wartungsfrei ist.

Und die Aussicht ist gut, eine Nachfolgebrücke zur Wiederherstellung dieser Radwegeverbindung zu finanzieren und zu installieren – für das Jahr 2017, vielleicht auch schon in 2016. Dies war jetzt im Technik- und Bauausschuss zu hören.

Nun soll zeitgerecht ein Förderantrag erarbeitet werden. Als Grundlage für die Beantragung von Mitteln werden daher die Kosten der Aluminiumvariante eingesetzt.

Die Rede ist von Gesamtkosten in Höhe von 200.000 Euro. Hiervon könnte das Land 140.000 Euro zur Förderung der sogenannten Nahmobilität übernehmen.

Kein Scherz am Rande ist dies: Eigentlich müsste die Stadt für die jetzt abgerissene Holzbrücke, die im Jahre 1995 gebaut wurde, einen Teil der damals gewährten Fördermittel zurückzahlen, da rein formal der Abriss als „Nutzungsaufgabe“ ein Jahr vor Ablauf der „Zweckbindung“ der Gelder erfolgte. Aber es könnte noch „Gnade vor Recht“ geschehen. Die Bezirksregierung könnte das anders entscheiden. Möglicherweise mit einer weiteren Förderung für einen Neubau verrechnen … Toll oder doll – je nach Sichtweise.

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