Alsdorf - Eröffnung verschoben: Wieder Ärger um Kreuzung am Kurt-Koblitz-Ring

Eröffnung verschoben: Wieder Ärger um Kreuzung am Kurt-Koblitz-Ring

Von: Verena Müller
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Der Gehweg entlang der Luisenstraße (auf der Seite der Apotheke) und in der Verlängerung um die Ecke entlang des Kurt-Koblitz-Rings (Richtung Baesweiler) wird erst später fertig. Foto: Verena Müller
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Arbeiten auf Hochtouren: Die wegen einer Panne noch nicht funktionierende Ampelschaltung wird korrigiert. Foto: Verena Müller
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Arbeiten auf Hochtouren: Die wegen einer Panne noch nicht funktionierende Ampelschaltung wird korrigiert. Foto: Verena Müller
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Die Aufräumarbeiten haben begonnen. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Und wieder eine Panne, wieder ein Aufschub: Zum fünften Mal in Folge musste der Landesbetrieb Straßen NRW am Mittwoch die Freigabe der Kreuzung Luisenstraße/Kurt-Koblitz Ring verschieben. Wie Projektleiter Arnd Meyer auf Nachfrage unserer Zeitung sagte, aber nur um einen Tag.

Voraussichtlich. „Schauen wir mal“, sagte er. Man wisse ja nie. Optimismus ist offenbar fehl am Platz.

Was war diesmal die Ursache? „Die Ampel funktionierte nicht“, antwortete Meyer knapp. Die genaue Ursache des Defekts kenne er nicht.

Wie aber aus (besser) informierten Kreisen berichtet wurde, war die Ursache eine falsche Verkabelung. Offenbar hatte die Firma, die die Kabel neu gezogen hatte, diese nicht korrekt nummeriert, so dass sie falsch in den Schaltkasten gesteckt wurden.

Bei einem Probedurchlauf am Vortag war der Fehler aufgefallen. Keine Schaltung sei korrekt gewesen, hieß es. Deshalb arbeitete am Mittwoch ein Techniker auf Hochtouren am Schaltkasten und auf einer Hebebühne, um das Signal-Chaos in geregelte Bahnen zu lenken.

Fehlerbehebung zog sich hin

Erste Prognosen vom Morgen, binnen weniger Stunden könnten bereits alle Fehler behoben sein, erwiesen sich als vorschnell. Noch am späten Nachmittag war die Technik mit der Fehlerbehebung beschäftigt. Sowohl der Landesbetrieb als auch die Fachfirma standen vor dem Schaltkasten.

An anderen Stellen in der Großbaustelle gingen derweil die Aufräumarbeiten weiter. Aber auch am späten Nachmittag lagen noch viele Absperrelemente, Baumaterial und andere Gegenstände auf der Straße.

Alsdorfs Bürgermeister, Alfred Sonders, reagierte auf die Nachricht der erneuten Verzögerung mit Unverständnis. Leider seien der Stadt da die Hände gebunden, man sei nicht weisungsbefugt, hatte er noch am Rande der Ratssitzung am vergangenen Dienstag gesagt. „Wir haben telefonisch, per E-Mail und im persönlichen Kontakt immer wieder versucht, auf den Landesbetrieb Straßen NRW einzuwirken.“ Mehr sei nicht möglich gewesen.

Spätestens durch das Bekanntwerden, dass der beauftragten Baufirma von Anfang an ein späterer Fertigstellungstermin genannt worden war als der Stadt Alsdorf, hatte das eh schon vorbelastete Verhältnis zwischen den beiden Behörden stark gelitten.

Die Technische Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Susanne Lo Cicero-Marenberg, meinte in der jüngsten Ratssitzung halb im Scherz, dass die Verwaltung immer nur dann eine Mitteilung über den aktuellen Sachstand vonseiten des Landesbetriebs ereile, wenn zuvor Anfragen an den Landesbetrieb durch die Presse gestellt und entsprechend berichtet worden war.

Auch das Thema Kontrolle der Lärmschutzwände wurde im Rat kurz angerissen. Ob eine Kontrolle in Anbetracht des inzwischen wieder starken Bewuchses der Wände möglich und effektiv sei, zweifelte Ratsmitglied Friedel Wirtz (Grüne) stark an. Die Überprüfung soll laut Landesbetrieb zeitnah erfolgen.

Eine positive Nachricht hatte Projektleiter Arnd Meyer aber doch zu vermelden: Der zu Beginn der Baumaßnahmen prognostizierte Kostenrahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro sei eingehalten worden. 80 Prozent werden vom Bund, der Rest vom Land gezahlt, die Stadt Alsdorf ist nicht in der Pflicht.

Wenn der Kreuzungsumbau abgeschlossen ist – und die Ampelschaltung reibungslos funktioniert –, so der Anlass und die Hoffnung, soll die Unfallhäufung an dem neuralgischen Punkt im Nordkreis deutlich sinken. Dazu sind zusätzliche Abbiegespuren angelegt worden. Künftig sollen Linksabbieger freie Fahrt haben.

Vor allem hierbei war es nämlich immer wieder zu Kollisionen gekommen. Zwischen 2005 und 2014 ereigneten sich dort 96 Unfälle, einer davon endete tödlich, acht mit Schwerverletzten. Außerdem gab es 61 Leichtverletzte und 26 Mal schweren Sachschaden. Die meisten Unfälle ereigneten sich beim Abbiegen.

Und dann kommt die Grüne Welle

In einem Zug mit dem Umbau soll der Kurt-Koblitz-Ring übrigens eine Grüne Welle bekommen, was er laut Straßen NRW bei geringem Verkehrsaufkommen auch schon vor der Baustelle hatte – da darf man gespannt sein.

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