Ericsson Eurolab baut in den nächsten Monaten 150 Stellen ab

Von: bea
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Modern und immer weiter gewachsen: 18.000 Quadratmeter in acht Gebäudeeinheiten umfasst das Eurolab in Kohlscheid.

Herzogenrath. Weltweit die Kosten mindern und im Gegenzug die Effizienz steigern möchte der Netzwerkausrüster Ericsson. Die Ausgaben sollen bis 2017 um rund neun Milliarden schwedische Kronen (knapp eine Milliarde Euro) gekürzt werden. Für die Reorganisation möchte der Konzern im Gegenzug drei bis vier Milliarden Kronen in die Hand nehmen.

Vornehmlich betroffen von diesem im Herbst 2014 allgemein vorgestellten Restrukturierungsprogramm sind die Bereiche Beschaffung sowie Forschung und Entwicklung – und somit unter anderem das Eurolab in Kohlscheid. Das wurde am Donnerstag bei einer Betriebsversammlung an der Ericsson-Allee bekannt gegeben.

Neben einer Reduktion „externer Kosten“ sollen hier bis zu 150 der bislang knapp 580 Stellen im Laufe des Jahres abgebaut werden, wie Eurolab-Sprecher Hans-Peter Ott auf Nachfrage mitteilt: „Die Gespräche mit den Vertretern der Arbeitnehmer im Rahmen eines Interessenausgleichs haben begonnen. Ziel ist es, die erforderliche Reorganisation sozialverträglich durchzuführen.“ Besonnen und mit sachorientierten Fragen habe die junge Belegschaft die Botschaft aufgenommen.

Für Schweden hatte der Weltmarktführer auf dem Informations- und Telekommunikationstechnologie-Markt (ITK) am Mittwoch die Streichung von 2200 Stellen angekündigt, mehr als ein Zehntel der insgesamt rund 17.500 Stellen in der Heimat des Unternehmens mit Sitz in Stockholm. Auch von 850 Beratern will sich der Konzern trennen.

Vor allem die gesunkene Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt hatte Ericsson zuletzt zu Schaffen gemacht. Der Branchenprimus beschäftigt weltweit noch rund 115.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind rund 2600 Menschen für Ericsson tätig.

Das Eurolab in Herzogenrath wurde 1990 gegründet und gilt als wichtiger Eckpfeiler der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Systeme für das Festnetz sowie Mobilfunknetze werden hier entwickelt. 2004 wurde die Ericsson Eurolab Deutschland GmbH mit der Ericsson GmbH in Düsseldorf fusioniert.

Das Eurolab unterhält vielfältige Partnerschaften mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Rund 1400 Patente seien hier seit 1990 entwickelt worden, legt Sprecher Ott dar.

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