„Erhebliche Engpässe” bei Alsdorfer Feuerwehr

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. Wie gut kann die Feuerwehr die Menschen in Alsdorf bei Bränden retten bzw. vor Brandschäden schützen? Wie gut sind die Blaukittel aufgestellt, um bei Sturmschäden oder Überschwemmungen nach Starkregen eingreifen zu können?

Wie schnell sind am Ort des Geschehens, mit welcher Ausrüstung und in welcher Stärke?

Die Antwort darauf gibt der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Alsdorf, eine wichtige Grundlage für die Entscheidung über weitere Maßnahmen oder Anschaffungen. Der Hauptausschuss befasste sich jetzt mit der Situation der Wehr - und es gibt Anlass genug, unterstützend aktiv zu werden. Der Stadtrat wird sich auch noch mit dem Thema befassen.

Im wahrsten Sinne des Wortes alarmierend sind offensichtliche Personalengpässe bei der freiwilligen Feuerwehr tagsüber. Derzeit sind 111 Ehrenamtler im Einsatz gegen den „roten Hahn”. Bei der Feuerwehr Alsdorf stehen anteilig tagsüber nur 17 bis 21 ehrenamtliche Kräfte bei einer generellen Alarmierung der Wehr zur Verfügung, zeigt die Erfahrung.

„Für die Bewältigung eines vollständigen Einsatzes ist die Zahl der ehrenamtlich aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr... nicht ausreichend”, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Zwischen 6 und 18 Uhr kommt es gerade im Feuerschutz „zu erheblichen Engpässen”, ist weiter zu lesen.

Die Stadt Alsdorf will nun zur Förderung der Übungs- und Einsatzbeteiligung von ehrenamtlichen Kräften eine Aufwandsentschädigung einführen. Die Rede ist von zwei Euro pro Übung und fünf Euro pro Einsatz.

Zudem wurde eine Werbekampagne pro Freiwilliger Feuerwehr im Hauptausschuss diskutiert. Dabei geht es nicht nur um Nachwuchswerbung, sondern auch um mehr Einsicht in die Bedeutung der lebensrettenden Arbeit der Ehrenamtler.

Sprecher der Fraktionen und der Verwaltung sehen vor allem im Verhalten von Arbeitgebern ein schwer wiegendes Problem. Freiwillige Feuerwehrleute hätten sogar darum gebeten, ihre Mitgliedschaft in der Wehr gegenüber ihrem Arbeitgeber nicht anzusprechen, weil sie Repressalien befürchteten. Bürgermeister Alfred Sonders sagte: „Das ist eine bedenkliche Entwicklung.”
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