Ergebnisse aus offenen Atelier im „FrauenKommGleis1“ zu sehen

Von: Nina Krüsmann
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Bei der Vernissage (v. l.): Workshop-Leiterin Uta Göbel-Groß, Gül Coskun-Dreßen, Hsien Paffen, Birgitt Stöcker, Dorothea Jansen, Gisela Lenze, Christel Jung, Waltraut Schröter, Regina Gerhards, Roswitha Henselleck und Monika Tonhauser. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Seit Ende 2014 gibt es im Frauenkommunikationszentrum FrauenKommGleis1 im Eurode-Bahnhof Herzogenrath das Angebot „Offenes Atelier – Ein Kreativ-Workshop für Frauen“. Einmal im Monat, immer freitags vormittags, treffen sich kunstinteressierte Frauen und nutzen Raum und Zeit, um kreativ zu sein.

„MONATsweise“ lautet der Titel des Workshops – und jeden Monat wird ein neues Thema gesetzt und bearbeitet. Der jeweilige Arbeitsimpuls geht oft von dem aus, was draußen zu finden ist: die Jahreszeiten, Wetter, die ersten Sonnenstrahlen im Frühling oder der farbrauschige Herbst. „Wir arbeiten, indem wir innere Bilder entstehen lassen oder Fotos und Vorlagen in eigene Farbinterpretationen umsetzen. Manchmal erzeugen wir mit Traumreisen individuelle Stimmungen und innere und setzen diese frei in Farbe um“, erklärte Workshop-Leiterin Uta Göbel-Groß bei der Vernissage. Es wurde auch schon nach Musik gearbeitet, und Besuche von internationalen Kunst-Kollegen haben die Frauen inspiriert.

„In den vergangenen Monaten haben wir Malerei, Zeichnung und Collage erprobt, wir haben Erde in die Farben eingearbeitet. Manchmal wird langsam und bedächtig, schon mal auch schnell und unter Zeitdruck gearbeitet. Feines Pinseln mit kleinen Pinseln und großflächiges Arbeiten mit großem Werkzeug oder Spachteln und Rollen wechseln sich ab ebenso wie die Farbpalette“, erzählt Workshop-Leiterin Uta Göbel-Groß.

Seit drei Monaten hat sich die Gruppe auf das Thema „Porträt“ verständigt, die Proportionen eines Gesichts studiert. Dabei entstanden Spiegelbilder, also Selbstdarstellungen, sowie Arbeiten nach Fotovorlagen, die erfreulich gut zu erkennen sind. Auch eine ganze Reihe „Afrikanischer Köpfe“ wurden gemalt. Sie sind nach Vorlagen gearbeitet, die ein südafrikanischer Künstler aus seinem Township mitbrachte. Die Gruppe hatte sich von den Vorbildern des anderen Kontinents mit seinen farbigen Gesichtern und musterreichen Gewändern begeistern lassen.

„Das Miteinander beziehungsweise Nebeneinander an einem großen gemeinsamen Arbeitstisch hier mitten im Raum erlaubt jeder Teilnehmerin, sich von anderen inspirieren und motivieren zu lassen“, erklärt Uta Göbel-Groß, wie über den eigenen Palettenrand geblickt wird. Da wird Neues ausprobiert, da werden Techniken und Tricks geteilt. Oft werden aus den vorgesehenen drei Stunden auch schon mal vier. Und am Ende steht das Gespräch über die entstandenen Arbeiten. Uta Göbel-Groß freut sich: „Oft gehen die Frauen hier zufrieden, lächelnd, vielleicht auch gestärkt in den Alltag zurück, eine farbprächtige Arbeit in der Hand, gedankenversunkene Stunden hinter sich.“

Die Ergebnisse der zwölf Teilnehmerinnen aus dem neuen offenen Atelier sind bis 17. September zu sehen.

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