Erdmännchen sind die neuen Stars im Tierpark

Von: Dagmar Meyer
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Neugierige Blicke: Die Erdmännchen sind stets wachsam. Auch im Alsdorfer Tierpark – obwohl sie dort keine Fressfeinde fürchten müssen. Foto: Dagmar Meyer
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Lob für den Sponsor: Bürgermeister Alsfred Sonders (vorne 2.v.r.) dankte Dieter Drehsen (vorne, Mitte) und dessen Frau Zveta (vorne r.). Foto: Dagmar Meyer
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Auf dem Speiseplan der Tiere stehen auch Mehlwürmer. Foto: Dagmar Meyer
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Tierpark-Chef Stefan Heffels lockt mit Heuschrecken. Foto: Dagmar Meyer

Alsdorf. Ab sofort gehen fünf Erdmännchen, die normalerweise im südlichen Afrika zu Hause sind, im Tierpark am Alsdorfer Weiher ihrem alltäglichen Leben nach. Und das besteht aus: fressen, schlafen, streiten, Kinder bekommen.

Ganz nebenbei sind die quirligen Tierchen auch noch komisch, liebenswert, neugierig und vor allem sehr fotogen. Da blieb es nicht aus, dass während der Eröffnung des Erdmännchen-Geheges immer wieder zu hören war: „Ach, sind die süß!“ – und schon war der nächste Schnappschuss im Kasten. Die neuen Bewohner wurden von Jung und Alt begeistert begrüßt, zumal die vielen Glasscheiben in der Mauer des neuen Geheges auch den kleineren Besuchern den Blick auf die Tiere ermöglichten.

Erdmännchen besiedeln weite Ebenen in Savannen, steinigen Trockengebieten und Halbwüsten. Lehmhügel, Felsen, Sträucher und der typisch rote Wüstensand prägen auch das Bild im Alsdorfer Gehege. Die wachsamen Tiere bewohnen Erdspalten oder unterirdische Bauten, aber sie verkriechen sich nicht. Im Gegenteil: Sie lieben ausgedehnte Sonnenbäder. Damit das gefahrlos von statten geht, steht immer ein Familienmitglied „Schmiere“ – oft auf zwei Beinen stehend und sich dabei mit dem Schwanz abstützend – und warnt bei Angriff. Dann heißt es: Ab in den Untergrund! Gerade diese Pose ist bei den Besuchern besonders beliebt. Manchmal täuschen die Erdmännchen damit auch ihre Feinde. Schaffen sie es nicht, bei Gefahr rechtzeitig den Bau aufzusuchen, kuscheln sich die putzigen Gesellen zusammen, damit der Feind denkt, sie seien riesig.

Gefahr droht ihnen in Alsdorf eher nicht. Und dass sich die putzigen Kerlchen dort wie zu Hause fühlen können, dafür sorgt die Tierpark-Crew um Leiter Stefan Heffels. Zwischen Rotwild-Gehege und Waschbär-Haus – gleich neben dem Esel-Gehege – liegt das Gehege inklusive Versorgungs-Haus mit Innengehege, einem eigenen Raum für Jungtiere oder kranke Tiere sowie eine Futterküche.

Dazu wurden während der vergangenen Monate gut 1500 Tonnen Erdreich bewegt. Zu verdanken ist die Realisierung des Projektes dem Alsdorfer Geschäftsmann Dieter Drehsen, Inhaber der Firma Dreco. Wie es dazu kam, erzählte Bürgermeister Alfred Sonders während der Eröffnungsfeier. Er habe Dieter Drehsen vom Wunsch des Tierparkvereins nach einem Erdmännchen-Gehege erzählt. Dieser sei gleich Feuer und Flamme für diese Idee gewesen – und hat die Umsetzung finanziell erheblich unterstützt. Ab Ende August arbeitete die Mannschaft um den Garten- und Landschaftsbauer Ralf Vongehr und dessen Vater Hermann täglich mit Hochdruck. Und sie schaffte neben dem Erdmännchen-Gehege auch zwei Aktionsflächen für Veranstaltungen.

Die komplette Umfeld-Gestaltung zwischen Angelteichen und der Esel-Koppel sei in der Bauphase einfach so dazu gekommen, freute sich Alfred Sonders. „Ganz nebenbei hat Dieter Drehsen zudem die beiden verwaisten Vogelvolieren am Fasanengehege neu gestaltet und bestückt sowie dort einen kleinen Palmengarten angelegt und eine Skulptur aufgestellt.“ Wie bei allen Aktionen im Park packte auch das Tierparkteam mit Stefan Heffels, Gennadi Schmunck, Kalli Roubal, Ewald Traut, Jörg Liedke und Olli Huurneman weit über das übliche Maß hinaus mit an. Sonders: „Diese Namen stehen nur symbolisch für die vielen fleißigen Helfer.“ Viele Zuschauer dürften die Erdmännchen ab jetzt eigentlich immer haben. Dass sie die neue Attraktion im Park sind, dürfte nämlich sicher sein.

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