Herzogenrath - Enwor-Mitarbeiter treten am Freitag in Warnstreik

Enwor-Mitarbeiter treten am Freitag in Warnstreik

Von: bea
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Entschlossen: Wie hier in Kohl
Entschlossen: Wie hier in Kohlscheid gingen Enwor-Mitarbeiter auch in Würselen und Stolberg-Vicht vor die Werkstore. Sie wurden vom stellvertretenden Verhandlungsführer Jörg Gonsior (r.) über den letzten Stand der Dinge informiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Für Lohngerechtigkeit in der ganzen Branche: Insgesamt rund 100 Arbeiter und Angestellte der Enwor sind am Freitagmorgen für zwei Stunden in Warnstreik getreten.

Der Grund: Auch in der dritten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern der Tarifgruppe GWE (Gas, Wasser, Elektrizität) am 22. Juni war kein Ergebnis erzielt worden. 3 Prozent Erhöhung der Vergütungen bei einer Laufzeit von 15 Monaten (faktisch 2,5 Prozent über 12 Monate) war das Angebot der Unternehmer.

Dem steht die Forderung der Gewerkschaften nach einer Erhöhung um 6,5 Prozent über 12 Monate gegenüber. Die dritte Runde war von den Arbeitnehmervertretern abgebrochen worden. „Völlig unzureichend”, sagt der stellvertretende Verdi-Verhandlungsführer Jörg Gonsior, Düsseldorf, auf Anfrage dieser Zeitung. Zusammen mit Gewerkschaftssekretärin Elisabeth Dieckmann bereiste er die streikenden Gruppen, darunter auch rund 100 EWV-Mitarbeiter in Eschweiler.

Beide verweisen auf bereits getätigte Abschlüsse in der Branche, etwa RWE mit 3,4 Prozent über 13 Monate. Hier mindestens auf Augenhöhe zu bleiben, ist das Ziel. Dieckmann: „Der Branche geht es nicht schlecht. Da ist nicht einzusehen, dass bei den Arbeitnehmern eingespart wird!” Angesichts der Entschlossenheit der warnstreikenden Mitarbeiter geht Gonsior zuversichtlich in die nächste Runde am Montag in Castrop-Rauxel: „Wir haben kein Interesse an einem unbefristeten Streik, die Unternehmer wohl auch nicht...”

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