Alsdorf - Energiesparmeisterschaft: 15 Familien wetteifern um den Siegertitel

Energiesparmeisterschaft: 15 Familien wetteifern um den Siegertitel

Von: Yannick Longerich
Letzte Aktualisierung:
13947162.jpg
Mit Feuereifer bei der Sache: Die Schwestern Clara und Linda begleiteten als „Glücksfeen“ die Siegerehrung. Gerhard Weiß und Uwe Zink kürten die Sieger.

Alsdorf. Bei der ersten „Meisterfeier“ wurde ein Ergebnis gekürt, welches in Zukunft schwer zu toppen ist. Um sagenhafte 35 Prozent hat Familie Lürkens ihren Strombedarf im Vergleich zu den Vorjahren gesenkt und ist somit verdienter Gewinner der Energiesparmeisterschaft der Verbraucherzentrale NRW und des altbauplus e.V.

Gesponsert unter anderem von den lokalen Energielieferanten, blickte die Leitung um Gerhard Weiß, Energieberater der Verbraucherzentrale Alsdorf und Michael Stephan, Geschäftsführer von altbauplus, auf eine erfolgreiche Ausgabe mit insgesamt 15 teilnehmenden Familien.

Um die Entwicklungen des Energiebedarfs so genau wie möglich zu messen, haben die Verantwortlichen die Zahlen der zurückliegenden Jahre ausgewertet. Mit den Angaben aus drei Jahren wurde ein Wert erstellt, dessen Differenz zum aktuellen Wert die Platzierung in der „Abschlusstabelle“ festlegte.

Jugend tut sich schwer

Während die Lürkens beim Stromverbrauch unschlagbar waren, teilten sich Familie Königs und Familie Sonntags-Scholl den Sieg in der Kategorie Heizkosten.

Familienvater Thomas Lürkens erzählte, dass die Umstellungen im Alltag weniger problematisch waren, als im Vorfeld angenommen. „Vieles ist einfach pure Gewöhnung. Steckdosenleisten mit Hauptschalter, moderne LED-Leuchtmittel und der Verzicht auf Stand-by-Funktionen – ganz einfach.“ Schwierigkeiten hätten die Kinder gehabt, was laut Weiß nicht ungewöhnlich sei: „Teenager verbringen vergleichsweise viel Zeit im Haus und nutzen in ihrer Freizeit diverse Elektronik.“ Zusammen mit Stephan und Kollegin Beate Schraven werden sowohl die Teilnehmer als auch Außenstehende in Energiefragen intensiv betreut.

Beispielsweise Abwasserpumpen oder elektrische Garagentore seien unbemerkte Stromfresser. „Die Familien haben die Tipps sowohl angewendet, als auch dokumentiert. Wir hoffen, dass die Ideen schneller in die Mitte der Gesellschaft übergehen“, sagte Schraven.

Uwe Zink, Dezernent für Verbraucherschutz der Städteregion, richtete eindringliche Worte an die Teilnehmer: „Beim sorgsamen Umgang mit Ressourcen kommt es nicht nur auf effiziente Technik an.“ Projekte wie die Energiesparmeisterschaft seien umso bedeutender um das dringende Anliegen populärer zu machen.

Hoffen auf weiteren Zulauf

Für die Zukunft erhoffen sich Weiß und Stephan noch weiteren Zulauf, da das Teilnehmerfeld mit derzeit 15 Parteien ausbaufähig sei. Die Premieren-Ausgabe sollte geholfen haben, das Projekt noch bekannter zu machen. Lukrativ sei es allemal. Zwar konnte Teilnehmer Jens Schneider seine Frau (noch) nicht für ein neues, energieeffizienteren Plasma-TV begeistern, der minderbelastete Geldbeutel tröste jedoch über den größten Schmerz hinweg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert