Alsdorf - Energeticon: Den Stress-Test klar bestanden

Energeticon: Den Stress-Test klar bestanden

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
8485455.jpg
Der Vergangenheit und Zukunft auf der Spur: Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben das Energetivon schon getestet.

Alsdorf. „Energie erleben – Energie verstehen!“ Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wie kann man Heranwachsenden, die unter Kohle Geld verstehen, die meinen, dass Strom aus der Steckdose kommt, und den Eindruck haben, dass mit „Wind machen“ Angeberei gemeint ist, Begriffe wie historische und fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) und regenerative Energieformen (Sonne/Licht, Wind, Wasser) begreiflich machen?

Das Energeticon – Museum und Dokumentationszentrum für Energieformen, außerschulischer Lernort, Tagungszentrum und Veranstaltungsstätte, am Rande des Annaparks in Alsdorf gelegen – gibt ab Montag gerade Kindern und Jugendlichen, aber auch interessierten Erwachsenen nachvollziehbare, da erlebbare Antworten rund um das Thema Energie. Wenn (im Anschluss mit Energie) geladene Gäste die Eröffnungsfeierlichkeiten hinter sich gebracht haben, öffnen sich ab 14 Uhr die Pforten für die geneigte Öffentlichkeit. Johannes Remmel, seines Zeichens Landesminister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz, wird hierzu vor Ort einladende Worte sprechen.

Fahrt per Zeitmaschine

Auf die Besucher wartet ein rund 700 Meter Erkenntnisparcours mit rund 30 teils interaktiven Stationen, die sich in Gebäuden aus der Zeit des Steinkohlebergbaus (Schmiede, Kaue, Maschinenhalle) befinden und teils auch auf einem veritablen Außengelände angesteuert werden können. Was eine rasante Fahrt per Zeitmaschine durch die Erdgeschichte ist, kann vielleicht des Guten zu viel sein. Oder? Harald Richter, Geschäftsführer der Energeticon gGmbH, hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bergbaumuseumsvereins, Dr. Georg Kehren, der Lehrer an der Alsdorfer Gustav-Heinemann-Gesamtschule ist, bereits einen „Stress-Test“ mit Sechstklässlern absolviert. Die etwa Zwölf- bis Dreizehnjährigen machten sich letzte Woche auf Entdeckungstour, als noch die Handwerker letzte Hand an die Dauerausstellung legten. Dabei wirkte der Nachwuchs keineswegs gelangweilt oder „gestresst“, wie Richter beobachtete. Anschließend wollte der Energeticon-Geschäftsführer von den Kids aber auch hören, wie es war: „Waren das zu viele zu verarbeitende Eindrücke und Informationen?“ Die Antwort fiel mit einem zeitsparenden „Nö!“ eindeutig aus.

Es geht um Nachhaltigkeit

Lehrpersonal ergänzte, dass die heranwachsende Generation im Zeitalter von Smartphones, die praktisch schon zu einem unerlässlichen Körperteil mutiert sind, gewohnt ist, viele Informationen – und dann noch gleichzeitig – zu inhalieren. Bleibt die Frage, was davon letztlich hängenbleibt und nicht im Rauschen der Infos untergeht. Aber da ist es ja Aufgabe von Lehrern, für Nachhaltigkeit zu sorgen. Und um Nachhaltigkeit geht es auch bei der Debatte und das Ringen um die Energiewende, zu der das Energeticon einen wichtigen Beitrag ab sofort und dauerhaft leistet. Bleibt nur noch zu notieren: Hereinspaziert, hier können Sie was erleben! Und es wird garantiert funken.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert