Nordkreis - Energeticon: Ausbau nimmt Formen an

Energeticon: Ausbau nimmt Formen an

Von: Holger Bubel
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Architekt Achim Pfeiffer vermittelte einen Eindruck von dem, was die Besucher des Energeticons ab August 2014 erwarten dürfen. Vorher stehen aber noch eine Menge Arbeiten an. So werden Zwischenmauern in der „Alten Schmiede“ eingerissen, um Raum für die neue Nutzung zu schaffen und beeindruckende Lichtverhältnisse durch die Verwendung von viel Glas zu ermöglichen. Auch neue Wege für den Energie-Parcours unter Tage werden angelegt. Alte Elemente, wie Hochspannungsanlagen, werden in Neuem eingebettet. Foto: Holger Bubel
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Arcitekt Achim Pfeiffer vermittelte einen Eindruck von dem, was die Besucher des Energeticons ab August 2014 erwarten dürfen. Vorher stehen aber noch eine Menge Arbeiten an. So werden Zwischenmauern in der „Alten Schmiede“ eingerissen, um Raum für die neue Nutzung zu schaffen und beeindruckende Lichverhältnisse durch die Verwendung von viel Glas zu ermöglichen. Auch neue Wege für den Energie-Parcours unter Tage werden angelegt. Alte Elemente, wie Hochspannungsanlagen, werden in Neuem eingebettet. Foto: Holger Bubel
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Arcitekt Achim Pfeiffer vermittelte einen Eindruck von dem, was die Besucher des Energeticons ab August 2014 erwarten dürfen. Vorher stehen aber noch eine Menge Arbeiten an. So werden Zwischenmauern in der „Alten Schmiede“ eingerissen, um Raum für die neue Nutzung zu schaffen und beeindruckende Lichverhältnisse durch die Verwendung von viel Glas zu ermöglichen. Auch neue Wege für den Energie-Parcours unter Tage werden angelegt. Alte Elemente, wie Hochspannungsanlagen, werden in Neuem eingebettet. Foto: Holger Bubel
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Architekt Achim Pfeiffer vermittelte einen Eindruck von dem, was die Besucher des Energeticons ab August 2014 erwarten dürfen. Vorher stehen aber noch eine Menge Arbeiten an. So werden Zwischenmauern in der „Alten Schmiede“ eingerissen, um Raum für die neue Nutzung zu schaffen und beeindruckende Lichtverhältnisse durch die Verwendung von viel Glas zu ermöglichen. Auch neue Wege für den Energie-Parcours unter Tage werden angelegt. Alte Elemente, wie Hochspannungsanlagen, werden in Neuem eingebettet. Foto: Holger Bubel

Nordkreis. Hier wird gefeiert, dort wird gearbeitet. Hier begeistern musikalische Einlagen des Schülerchors der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und des Cellisten Professor Christian Schweiker, dort lärmen Presslufthämmer und erfüllen Rufe mit Anweisungen die vom Bauschutt staubende Luft, die kaum einen klaren Blick zulässt.

Hier ist das Fördermaschinenhaus, in dem der dritte und letzte Bauabschnitt des Energeticons zum Dokumentationszentrum für regenerative und fossile Energieformen festlich eingeläutet wird, dort sind die Alte Schmiede und die Kaue, in denen mächtig „geklotzt wird“.

Denn die Versprechen und Verheißungen, die bei der Feier „nebenan“ gemacht werden, sollen von den Arbeitern umgesetzt werden – bis August 2014, wenn das Energeticon wie Phönix aus der Asche steigen soll.

„Wir sind auf einem sehr guten Weg, auch wenn man es sich beim Anblick dieser Großbaustelle nicht vorstellen kann: Wir liegen im Bauzeitplan“, durfte Bürgermeister Alfred Sonders als Vorsitzender des Energeticon-Vereins den Gästen aus Politik, Aufsichtsrat und Kuratorium mit seinem Vorsitzenden Hans-Dieter Collinet mitteilen.

Was bereits geschafft wurde und was in dem kommenden knappen Jahr noch auf dem Arbeitsplan steht, damit den Gebäuden endlich auch Leben eingehaucht werden kann, das erklärte Architekt Achim Pfeiffer vom Architekturbüro Heinrich Böll aus Essen, das die Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahme im und am Energeticon umsetzt und betreut.

Das Büro hat sich um die Folgenutzung von brachliegenden Bauten in Folge des Zechensterbens im Ruhrgebiet bereits verdient gemacht und entsprechende „Erfahrungen mit derlei Aufgaben wie sie in Alsdorf gefordert sind“ gemacht, wie Pfeiffer ausführte, so etwa mit dem Pumpenhaus Bochum oder der Zeche Zollverein in Essen.

Die „Alte Schmiede“ – der Startpunkt einer Energeticon-Tour – wird derzeit sozusagen entkernt, um neuen Möglichkeiten Raum zu schaffen.

So ist bereits ein Block entstanden für sanitäre Einrichtungen – barrierefrei, versteht sich –, Küche und auch ein Gastronomiebereich wird gleich am Eingang Platz für 70 Personen bieten. Dort wird mit sehr viel Glas „gespielt“, doch auch alte Elemente werden in das Neue integriert, um die Authentizität des Gebäudes zu bewahren.

Im „Sonnenraum“, in dem derzeit die Handwerker noch mit schwerem Gerät Zwischenmauern einreißen, wird ein großdimensioniertes Segment durch Lichtreflexion den Eindruck einer Kugel, also der Sonne, vermitteln. „Wir nutzen hier die wunderbare Lichtsituation durch die alten Fenster“, vermittelte Achim Pfeiffer einen Eindruck.

Unter der Alten Schmiede befindet sich die Untertagestrecke I mit allerlei Lehrreichem aus der Bergbau-Ära. Die 130 Meter lange Bergbaustrecke II führt unter das Fördermaschinenhaus hin zur Kaue. Der Eingangsbereich ist bereits gut erkennbar.

Tüchtig zu Werke gehen die Arbeiter auch in eben diesem Zielbereich der Strecke. In dem ehemals als Kaue für die Bergleute genutzten Gebäude hatte es unerwartete Probleme gegeben.

Der Abriss der alten „EBV-Überführung“ der Herzogenrather Straße bereitete außen sichtbare Probleme, doch das Grubenunglück von 1930 offenbarte Spätfolgen. Bei der Katastrophe vor über 80 Jahren war der alte Förderturm in den vorderen Teil der Kaue eingeschlagen, die Reparatur in nur fünf Monaten umgesetzt – dementsprechend wurde auch nur wenig Wert auf Qualitätsarbeit gelegt.

In Folge werden und wurden die Decken abgetragen und neu eingesetzt. „Die alten Grundrisse werden nach den Regeln der Denkmalpflege zur neuen Nutzung umgewandelt“, erklärte Achim Pfeiffer. Ein neuer Aufzug und auch Außentreppen vom Museumspädagogikraum, beziehungsweise Panoramasaal werden zudem ganz neu geschaffen.

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