Herzogenrath - Endspurt im Kindergarten-Neubau in Merkstein

Endspurt im Kindergarten-Neubau in Merkstein

Von: Beatrix Oprée
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Letzte Arbeiten: Während draußen der Eingangsbereich gepflastert wird... Foto: B. Oprée
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...sind die Handwerker im Inneren der neuen Kita Am Wasserturm noch mit Restarbeiten beschäftigt. Foto: B. Oprée

Herzogenrath. Ohrenbetäubendes Bohren, sattes Hämmern und kreischende Sägen beherrschen die Szenerie. Toilettentrennwände transportierende Handwerker laufen ein ums andere Mal um den Schreiner herum, der mitten im Foyer abwechselnd Profilleisten und mitteldicke Faserplatten zurechtschneidet und dabei nochmals mächtig Staub aufwirbelt.

„Sie sind zu früh“, stellt der Mann von der Fensterfirma denn auch fast entschuldigend fest, als er in einem der großen Gruppenräume über einen Wischmopp klettert. „Auch wir haben eine Deadline“, sagt der Mann von der Reinigungsfirma, dessen Kollegin den Nebenraum schon feucht ausgewischt hat – bis auf weiteres. Dazwischen schwingt der Maler fleißig den Pinsel, damit die schneeweißen Wände makellos erstrahlen.

Lichtkuppeln im Foyer

Endspurt im neuen Kindergarten Am Wasserturm: Am kommenden Dienstag soll der Umzug der munteren Kita-Truppe vom Provisorium im Streiffelder Hof in die schicken neuen Räume erfolgen. Darauf legen Politik und Verwaltung großen Wert, darauf hat Matthias Schlesinger vom Hochbauamt als Projektleiter mit Herzblut hingearbeitet. „Es sieht sehr gut aus, die Frist wird sicher gehalten“, zeigt sich der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda mitten im Gewusel hoch zufrieden beim Ortstermin mit dem zuständigen Fachbereichsleiter Rolf-Peter Kalmbach. Im Hintergrund erklingt wie zur munteren Bestätigung Schlagermusik aus einem verstaubten Radio-Rekorder.

Auch rund um die eingeschossige anthrazitfarbene, 673 Quadratmeter große Immobilie wimmelt es vor Handwerkern zwischen Kabeltrommeln, Schubkarren und Bodenrüttler. Vor dem Eingang begutachtet der Pflasterer sein Werk, unterdessen karrt ein Bagger palettenweise Nachschub an Naturpflaster heran, mehrere Tonnen müssen noch Stein für Stein verlegt werden. Wenige Meter weiter hat ein Mitarbeiter gerade ein Stativ für ein Baunivellier aufgebaut, um das gesamte Gelände nochmals zu vermessen. Alle werden von einem älteren Herrn begutachtet, der es sich am Straßenrand zwischen Baufahrzeugen und Lieferwagen auf dem Sitz seines Rollators bequem gemacht hat.

Das großzügige Gartengelände ist in zwei Ebenen angelegt worden, um den Höhenunterschied zu den Nachbargrundstücken auszugleichen. Ein stattliches Schaukelgerüst ist bereits installiert, Rollrasen wird folgen. Durch riesige Fensterflächen in den Gruppenräumen können die Kleinen die Natur im Blick halten. In Orange, Grün und Rot sind die drei Gruppenräume gekennzeichnet, Farben die sich in großflächigen Punkten unter Lichtkuppeln im Foyer wiederfinden.

Alles ist in dem zweckmäßigen vom Roetgener Büro nbp-Architekten entworfenen Neubau auf die kleinen Hauptpersonen ausgerichtet, von den niedlichen Waschbecken und Toiletten bis zu den Quetschsicherungen an den Türzargen. Die Klinken an den Eingangstüren sind besonders hoch montiert, damit niemand der 50 kleinen Helden (davon 22 unter drei Jahre) das Gebäude zwecks Spritztour unbeaufsichtigt verlassen kann. Zu jedem Gruppenraum gehören zwei Mehrzweckräume für differenziertes Arbeiten aber auch zum Rückzug oder Schlafen. Mit 1,65 Millionen Euro schlägt das Kita-Projekt zu Buche, zehn Prozent teurer als Politik und Verwaltung vorgegeben hatten, was neben der teils wetterbedingten Bauverzögerung zu harscher Kritik geführt hatte. Doch nun herrscht die Vorfreude auf das Einweihungsfest vor.

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