Nordkreis - Endlich mal wieder Winter im Nordkreis

Endlich mal wieder Winter im Nordkreis

Von: Beatrix Oprée und Ilona Rütten-Sieben
Letzte Aktualisierung:
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Empfindliche Hundepfötchen: Sandra Galamb achtet darauf, dass ihr Chihuahua Lucas möglichst nicht mit Streusalz in Berührung kommt und trägt ihn daher zeitweise auf dem Arm. Foto: Ilona Rütten-Sieben

Nordkreis. „Endlich mal wieder richtig Winter”, freuen sich viele. Die Schneelandschaft erfreut das Auge, Kinder können nach Herzenslust rodeln. Die Ausnahmekälte ist noch lange kein Ausnahmezustand in unseren Breitengraden.

Die Kälte bis minus 16 Grad im Nordkreis Aachens hat durchaus Auswirkungen, wenn auch noch kein Mensch direkt zu schaden gekommen ist.

„Unsere Leute sind mit offenen Augen unterwegs”, sagt Jürgen Venohr, Fachbereichsleiter Bürgerdienste in Herzogenrath. „Feuerwehr und der Hausmeister des Obdachs sind informiert, Hilfesuchende auf alle Fälle ohne jegliche Formalismen unterzubringen.”

Dem einen Obdachlosen, der in der Rodastadt lebt, ist der Ordnungsdienst hinterhergefahren, um ihn in der Unterkunft an der Bierstraße 172 unterzubringen.

„Dahin kehrt er jeden Abend zurück. Er weiß sich zu helfen, unter Umständen ruft er die Polizei.” Im Obdach an der Bierstraße kann jeder rund um die Uhr, besonders in der Nacht, Schutz vor Kälte bekommen.

Rund um die Uhr im Einsatz sind auch die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe. Rund 60 Leute waren es bei Wintereinbruch am Montag etwa in Baesweiler, wie der Technische Beigeordnete Peter Strauch berichtet.

„Hauptarbeit war die Räumung von Straßen und Gehwegen, die auch weiterhin zur Konservierung abgestreut werden, damit die Flächen nicht gleich wieder überfrieren.”

25 Tonnen Salz sind seit Montag alleine in Baesweiler verstreut worden. Am Freitag werden weitere 40 Tonnen Streusalz nachgeliefert, zur Reserve. „Im vergangenen Jahr haben wir hingegen so gut wie nicht streuen müssen”, sagt Strauch.

Experten warnen aber: Streusalz verliere ab minus acht Grad an Wirkung, ganz besondere Vorsicht ist also auch weiterhin auf vermeintlich nassen Fahrbahnen angesagt.

Falls das Auto überhaupt will: Manche, vor allem ältere Gefährte versagen gleich ganz den Dienst. Verlassene Autos finden sich doch noch recht häufig, an den Straßenrand oder auf Verkehrsinseln geschoben.

Am Mittwoch hatten die Mitarbeiter des Merksteiner Kfz-Meisters Walter Dickert bis mittags schon wieder acht liegengebliebene Fahrzeuge abgeschleppt. Hauptgrund: Die meist nicht mehr neuen Batterien waren der Kälte nicht gewachsen und mussten ausgetauscht werden.

Nicht an der falschen Stelle zu sparen rät auch Helga Bresser vom Heizungs- und Sanitärbetrieb Bresser in Alsdorf: Auch Heizungen in nicht benutzten Räumen sollten zurzeit auf kleine Temperatur geschaltet werden.

Wie andere Installateurbetriebe auch hatte der Alsdorfer Betrieb schon mit einigen zugefrorenen Rohren zu kämpfen. „Viele merken aber auch erst, wenn das Wetter wieder wärmer wird, dass Rohre geplatzt sind”, schildert Helga Bresser ihre Erfahrungen.
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