Elfte Kulturgala in der Stadthalle kommt beim Publikum bestens an

Von: dag
Letzte Aktualisierung:
11139419.jpg
Mit spielerischer Leichtigkeit: Die französische Jongleuse Françoise Rochais trat bei der EWV-Gala auf. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Einmal mehr füllte die EWV-Gala die Stadthalle. Rasant und mitreißend ging es zu bei der elften Ausgabe unter dem Motto „Varieté, Comedy und Artistik voller Energie“. Die Zuschauer genossen sichtlich vergnügt die scharfsinnigen, schillernden, klingenden und rotierenden Darbietungen.

Von großer Kleinkunst über spektakuläre Jonglage und Humor der Extraklasse bis genialer Musik war alles dabei. Und in gewohnt souveräner Manier führte Conférencier Christian Mourad als charmanter, geistreicher und witziger Gastgeber durch die bunte Varieté-Show.

Als „Eisbrecher“ des abwechslungsreichen Abends schaffte es Volker Weininger, Struktur ins Meinungschaos zu bringen. Dabei kam der Kabarettist vom Hölzchen aufs Stöckchen. Mit aberwitzigen Verknüpfungen und abstrusen Analysen entlockte er dem Publikum immer wieder ein herzhaftes Lachen. Munter plauderte er drauf los. Scheinbar naiv ließ er die Pointen nur so knallen. Ob es dabei nun um die politische Großwetterlage ging, um scheinbar Banales wie den Knopf an der Ampel oder um Stopper-Socken für zwei Wochen alte Babys – immer wieder hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Mit scharfsinnigem Humor und seiner trockenen Art begeisterte auch Kabarettist Wolfgang Trepper das Publikum. Als Freund der offenen Worte erinnerte er an längst vergessene Zeiten, Situationen und, und, und ...

Bälle, Keulen oder Fackeln ließ die französische Jongleuse Françoise Rochais mit spielerischer Leichtigkeit durch die Luft fliegen. Sie jonglierte mit einer Fliegenpatsche und wirbelte Regenschirme so elegant durch die Luft, dass es an Poesie grenzte.

Die „Lonely HusBand“, ein schrilles Männerduo, erfreute mit einem fulminanten Bühnenspektakel aus musikalischen Parodien und schlagkräftiger Comedy. Ganz schön durchgeknallt hauten sich Rick van Nöten und Ferdinand Fachblatt komische Sprüche um die Ohren. Sie jammerten, tanzten und flöteten sich durch die Geschichte des Pops. Harmlose Plaudereien arteten in absurde Wortgefechte aus.

Einen Satz heiße Ohren verteilte Masud Akbarzadeh, der zunächst den Unbeholfenen spielte: „Ich heiße Masud Akbarzadeh. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen.“ Er sei Perser und mag nicht Iraner sagen, „weil die so ein schlechtes Image haben“. Gnadenlos spielte er mit Terrorismus-Vorurteilen. So brachte er eine Sporttasche mit, „in der vielleicht eine Bombe sein könnte“. Er erzählte von seinem Singledasein und seinen Überlegungen, wo er am besten eine Frau kennenlernen könnte – nicht immer über der Gürtellinie. Der kindlich wirkende Stand-up-Comedian mit Pferdeschwanz-Frisur und breitem Grinsen haute Pointen raus, die durchaus explosiv waren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert