Herzogenrath - Elf Fußballfelder Solarmodule: der zweitgrößte Solarpark in NRW

Elf Fußballfelder Solarmodule: der zweitgrößte Solarpark in NRW

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Meter für Meter: Unermüdlich
Meter für Meter: Unermüdlich wächst die Fläche der Solarmodule in den Nivelsteiner Sandwerken.

Herzogenrath. Fast 1000 Tonnen Stahl wurden für die Unterkonstruktion verbaut - jetzt steht der Endspurt an: Die rund 42.000 Solarmodule werden montiert. In den Nivelsteiner Sandwerken in Herzogenrath entsteht aktuell der zweitgrößte Solarpark in NRW.

Dabei handelt es sich um ein Projekt der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH und der n.s.w. energy, einer Tochterfirma der Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche GmbH.

Egal ob Regen oder Sturm, die riesigen Kartons werden wie am Fließband ausgepackt und die über einen Quadratmeter großen Module Stück für Stück verlegt. „Bis zu 120 Arbeiter sind von 7 bis 22 Uhr an der Baustelle und sorgen dafür, dass die Anlage rechtzeitig fertig wird”, erklärt EWV-Projektmanager Dr. Matthias Betsch. Mit „rechtzeitig” meint er den 29. Juni, dann soll der Solarpark Herzogenrath offiziell eingeweiht werden.

Matthias Betsch hat seit Ende vergangenen Jahres Anzug und Büro gegen Baustellenoutfit und Geländewagen getauscht. Denn es muss immer jemand an der Baustelle sein, der ein Auge auf alles hat, Fragen beantworten und Ratschläge geben kann. „Vor allem an Tagen mit heftigem Regen wie in dieser Woche kann auf der Baustelle schon mal alles drunter und drüber gehen. Obwohl man dann bis zu den Knien im Schlamm steckt, muss man den Überblick behalten”, sagt er.

Hand in Hand arbeitet er mit Charles Russel, dem Besitzer der Nivelsteiner Sandwerke, zusammen. Russel: „Obwohl wir erst ein paar Monate mit Herrn Betsch und der EWV zusammenarbeiten, läuft hier alles reibungslos, als gäbe es diese Partnerschaft schon viel länger.”

Starke Partner sind wichtig, um ein derart großes Klimaschutz-Projekt zu stemmen. Mit einer Spitzenleistung von etwa 10 Megawatt wird der Solarpark Herzogenrath rund 3000 Vier-Personen-Haushalte mit elektrischer Energie versorgen können. Gleichzeitig werden über 5500 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr eingespart. Zum Vergleich: Das ist so viel CO2, wie rund 125 Durchschnitts-Haushalte in Deutschland pro Jahr produzieren.

Die letzten Schritte der Entstehung des Solarparks Herzogenrath kann man live am Computer miterleben. Unter http://www.ewv.de/umwelt-schule/ gibt es eine Webcam, die aus unterschiedlichen Positionen die Baustelle filmt.

Wer sich den Solarpark aus der Nähe anschauen möchte, hat am Freitag, 29. Juni, die Möglichkeit dazu.

Dann ist ab 15 Uhr in den Nivelsteiner Sandwerken in Herzogenrath Tag der offenen Tür.

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