Elektromobilität: Die Testfahrer sind begeistert

Von: Elisa Zander
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Elektromobilität erfahrbar machen: Das wollen (v.l.) Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel sowie Bürgermeister Christoph von den Driesch. Foto: Zander

Herzogenrath. Buchstäblich Gas geben tut hier niemand, und doch pesen die Testfahrer mit bis zu 50 km/h durch das Gebäude des Technologieparks Herzogenrath (TPH), über das Gelände und durch die Kohlscheider Innenstadt. Mit Fahrrädern, Mofas, Autos - eigentlich kein ungewohntes Bild und dennoch ist etwas anders: Die Fahrzeuge werden mit Strom betrieben.

Zugegeben auch kein neues Thema, schließlich ist Elektromobilität in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert und beleuchtet worden. Aber der Endverbraucher kann als Tester dabei nur selten ins Spiel. Darum hatte die Enwor (Energie und Wasser vor Ort) gemeinsam mit dem TPH eine Fahrzeugschau zur Elektromobilität initiiert, bei der das Ausprobieren und Probefahren im Mittelpunkt stand.

Helene Baumeister ist begeistert von dem Fahrrad mit Motorantrieb, mit dem sie gerade eine längere Runde gedreht hat. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist ein ganz neues Fahrgefühl.” Die 63-Jährige ist eine von vielen der älteren Generation, die an diesem Tag das Angebot testet.

„Mit solchen Fahrzeugen holen sich ältere Menschen oder diejenigen mit einer körperlichen Einschränkung ein Stück Mobilität und damit auch Lebensqualität zurück”, sagt Robert Daniels von „Orange Bike Concept”. Besonders beliebt seien momentan die dreirädrigen Gefährte, die schon ab 3000 Euro zu haben sind. Die Kosten für Fahrräder mit Motor liegen bei hochwertigerer Qualität bei etwa 2000 Euro.

„Wir wollen die Elektromobilität raus aus den Universitäten und auf die Straße holen und die Menschen dafür sensibilisieren”, sagt Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel. Die Einstiegsmöglichkeiten in die ökologischen Fortbewegungsmittel sind vorhanden, teilweise gibt es wegen der vielen Anfragen Lieferschwierigkeiten, weiß Pagel zu berichten. „Jetzt muss noch geklärt werden, wie wir Strom vor Ort und ökologisch sinnvoll gewinnen und wie dieser dann über Netze zur Verfügung gestellt werden kann”, erklärt Herbert Pagel weiter. Neben Ladesäulen seien auch intelligente Netze eine Überlegung.

Es wird an diesem Tag deutlich, dass die Idee ankommt. Alle Tester sind begeistert, einige wollen ihre Fahrräder gar nicht mehr abgeben. „Ich habe zehn Fahrräder zu Hause, aber dieses hier ist unglaublich”, schwärmt ein Besucher, der mit dem Gefährt so schnell unterwegs war, dass eine Radarkontrolle ihn fotografiert hat.
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