Alsdorf - Einzelhandel leidet unter Dauerbaustelle

Einzelhandel leidet unter Dauerbaustelle

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Trauriger Anblick: Provisorisch an Absperrgittern angebrachte Hinweise auf Geschäfte im Umfeld der Kreuzung B57/L47 in Alsdorf will die Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing ersetzen und ergänzen. Foto: Stüber

Alsdorf. Teile des Einzelhandels und andere Gewerbetreibende in der Alsdorfer Innenstadt klagen über Umsatzrückgang auf Grund der Dauerbaustelle Kreuzung Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße – also der Bundesstraße 57 und der Landesstraße 47, beide „Haupteinfalltore“ für die City.

Zuletzt hieß es seitens des Landesdienstes Straßen NRW, dass die Baustelle bis Ende August eingerichtet bleibt. Dies war jetzt Thema bei der Mitgliederversammlung des Vereins Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf. Vorsitzender Peter Steingass sagte, dass Kunden ausbleiben, weil sie sich durch die Dauerbaustelle abgeschreckt fühlen und nicht wissen, ob und wie sie denn noch zu den Geschäften durchkommen. Ganz zu schweigen von der Laufkundschaft.

In andere Stadtteile ausgewichen

Das betreffe nicht nur Filialisten im unmittelbaren Umfeld der Kreuzung, die das Problem haben, dass ihre Klientel lieber gleich Niederlassungen in anderen Stadtteilen ansteuern oder sogar zum neu eröffneten Nahversorgungszentrum Am Feuerwehrtrum in Baesweiler fahren, sagte Beisitzer Toni Klein.

Es gehe auch um eine Reihe anderer Geschäfte zum Beispiel Richtung Rathaus- und Bahnhofstraße. Manche Händler hätten in ihrer Not provisorische Schilder und Plakate an Absperrungen angebracht, um noch auf sich aufmerksam machen zu können. Der Verein Stadtmarketing sei hier bereits aktiv geworden , sagte Vorsitzender Steingass.

Erleichterung ab Juli in Sicht

Der Verein will nun Schilder herstellen, die Auskunft über Zielpunkte und Parkplätze geben. Steingass setzt dabei auf die Unterstützung der Stadt Alsdorf, genauer des Eigenbetriebs Technische Dienste (Bauhof), der die Hinweise fachgerecht installieren soll.

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) sagte diese Unterstützung zu. Zudem werde auch das Ordnungsamt eingeschaltet. Allerdings warb Sonders um Verständnis für die umfassende Baumaßnahme, um diesen Unfallschwerpunkt im Interesse aller zu entschärfen.

Nach erheblichen Problemen bei Einrichtung der Baustelle und einigen Wirrungen laufe zumindest der Durchgangsverkehr – gemessen an den Rahmenbedingungen – wieder recht flüssig. „Da müssen wird durch“, sagte Sonders. Erfreulicherweise werden wohl die Beeinträchtigungen nicht so lange andauern, wie ursprünglich mitgeteilt.

Straßen NRW habe gegenüber der Kommune signalisiert, dass die Hauptarbeiten bis Mitte Juli abgeschlossen sein dürften. Dann werde die große Sperrung Richtung Innenstadt und Richtung Eschweiler aufgehoben. Restarbeiten würden aber bis Ende August noch folgen, die immer wieder einmal zu kurzen Einschränkungen führen könnten. Sonders sagte aber gegenüber Steingass auch, dass ihm teilweise „ganz andere Informationen zur Umsatzentwicklung“ in Alsdorf vorliegen.

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