Einstimmung in die christliche Passionswoche

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An der Orgel Joachim Wollenweber, der das Konzert des Lisztschen Kreuzwegs mitgestaltet, daneben die Registranten Ute Kraum und Herbert Nell. Foto: Kirche
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Komponist Franz Liszt (1811-1886) auf einer zeitgenössischen Lithografie von Achille Déveria.

Herzogenrath. In St. Marien, Kleikstraße, Herzogenrath, erklingt am Palmsonntag, 20. März, um 17 Uhr, zur Einstimmung in die Passionswoche der Kreuzweg von Franz Liszt. Das musikalisch außergewöhnliche Werk ist die früheste namhafte Vertonung der 14 Stationen auf dem „Leidensweg des Herrn“.

Obwohl in der Hochromantik im Jahr 1878 entstanden, weist die asketische Tonsprache dieses musikalischen Unikums, das verschiedene ältere Stile aufgreift, dennoch klanglich weit in die Zukunft. Die bisweilen expressionistischen Klänge zeugen von der tiefen Religiosität im Spätwerk Liszts. Bezeichnenderweise ist das Werk erst mit rund 50-jähriger Verzögerung, nämlich im Jahr 1929 in Budapest, uraufgeführt worden. Der Kreuzweg – original mit dem lateinischen Titel „Via Crucis“ bezeichnet – verdankt sich ursprünglich einer spirituellen Inspiration des Komponisten während eines Aufenthalts in Rom, wo er, seit 1865 zum katholischen Abbé geweiht, im Kolosseum den Kreuzweg gebetet hatte.

Das Konzertprojekt, dem sich der Kirchenchor St. Gertrud, unterstützt von mehreren Gastsängern, seit Anfang des Jahres verschrieben hat, wird visuell unterstützt durch Schaubilder, die dem Zuhörer den Zugang zu den einzelnen Stationen ermöglichen.

Bach-Bearbeitung zum Abschluss

Kantor Herbert Nell freut sich, mit Joachim Wollenweber einen renommierten Begleiter an der Orgel zu wissen, der dieses intensive Konzerterlebnis mit einer Bearbeitung des Schlusschors „Wir setzen und mit Tränen nieder“ von Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion von Charles Marie Widor zum Abschluss bringen wird.

Dem programmatischen Inhalt entsprechend, bitten die Aufführenden, am Ende des Konzertes auf Applaus zu verzichten. Der Eintritt ist frei, die Möglichkeit, eine freiwillige Spende zu geben, besteht.

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