Herzogenrath - Einstimmig für das HOT und das „4You“

Einstimmig für das HOT und das „4You“

Von: Beatrix Oprée
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Erleichtert über den Beschluss: Pastor Dr. Guido Rodheudt, Ernst Varnhorn (v.r.), Angelika Ostlender (hinten l.) und junge Besucher des HOT vor dem Rathaus. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Auch wenn eigentlich schon absehbar war, dass es keine Einwendungen gegen die Konzepte der beiden Pfarren geben werde, so zeigten sich die Akteure, die sich zahlreich unters Publikum im Ratssaal gemischt hatten letztlich doch erleichtert: Die gute Arbeit des HOT in St. Gertrud kann weitergehen.

Und auch die KOT „4You“ in St. Josef soll neu aufgebaut werden. Einstimmig ist der Jugendhilfeausschuss dem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung gefolgt.

Sehr froh über diese Lösung zeigte sich CDU-Stadtverordneter Stefan Becker, der ausdrücklich nochmals der katholischen Kirche für ihr Engagement auf dem Sektor der offenen Jugendarbeit dankte. Und dabei aber auch den negativen Aspekt des neuen Konstrukts zwecks Rettung der Einrichtungen im Auge hatte: „Man darf nicht vergessen, dass nun die Hausmeisterstelle wegfällt.“

Die Stelle eines Mannes, der 20 Jahre lang gut für die Kirche gearbeitet habe. „Das bedauern wir sehr“, wünschte er dem Betroffenen alles Gute und eine hoffentlich schnelle gute Lösung für seinen beruflichen Weg.

Das neue Konzept, das der Kirchengemeindeverband (KGV) Herzogenrath/Merkstein für die Pfarren St. Gertrud und St. Josef nach intensiven Verhandlungen aller Beteiligten vorgelegt hatte, beruht auf einer verwaltungstechnischen Trennung von HOT und Pfarrsaal, der aus dem durch das Bistum zuschussfähigen kirchlichen Immobilienbestand herausgenommen wird und sich künftig durch Vermietung selbst tragen muss.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass auch die Einnahmen des Saals nicht mehr dem HOT zugute kommen. Gleichzeitig gliedert die Pfarre die Hausmeisterdienste aus, wodurch die bisherige feste Stelle in der Pfarre redundant geworden ist. Auch Pastor Dr. Guido Rodheudt hatte unserer Zeitung gegenüber schon sein großes Bedauern darüber zum Ausdruck gegeben.

Im Sinne der Arbeit in der KOT „4You“ in Straß hat der KGV die von der Stadt ursprünglich avisierten 2,5 Stellen noch aufgestockt, so dass an der Josefstraße künftig mit einer 60-Prozent-Stelle gearbeitet werden kann. Stefan Becker wollte denn im Ausschuss nochmals betont wissen, dass der KGV mehr Personal für die Kinde rund Jugendlichen zur Verfügung stelle, als gefordert sei. Für die Straßer jedoch war dies eine der Voraussetzungen gewesen.

Auch SPD-Stadtverordneter Andreas Schmälter zeigte sich mit dem gefundenen Lösungsweg im Sinne der 350 Jugendlichen, die das HOT regelmäßig besuchen, hochzufrieden. Monatelang hatten die Kinder für den Erhalt gekämpft und unter anderem 750 Unterschriften gesammelt, die Bürgermeister Christoph von den Driesch übergeben wurden.

Eine Änderung im Beschlussvorschlag gibt es jedoch. Auf Antrag von Stefan Becker soll der Kooperationsvertrag zwischen KGV und der Stadt nicht auf fünf, sondern auf sechs Jahre abgeschlossen werden. Somit solle verhindert werden, dass die wie auch immer geartete Neuauflage von Vertragsverhandlungen Thema des im Jahr 2020 ebenfalls anstehenden Kommunalwahlkampfes werden könnten.

Der dann neu formierte Jugendhilfeausschuss könne sich zudem entsprechend länger mit der Thematik beschäftigen. Auch dies fand einhellige Zustimmung.

Die Erste Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann gab noch zu bedenken, dass fünf und nicht sechs Jahre Bestandteil der Ausschreibung gewesen seien. Diese gewünschte Verlängerung nun zügig mit dem Bistum abzuklären, wurde die Verwaltung beauftragt.

Die neuen Verträge mit den beiden hauptamtlichen Kräften im HOT sollen ab Jahresbeginn 2016 erfolgen.

Die Verwaltung hatte unter anderem Klärungsbedarf in Sachen kontinuierliche Wochenendöffnungszeiten sowie aufsuchende Jugendarbeit und Vernetzung und Kooperation beider Einrichtungen angezeigt. Im Gespräch mit unserer Zeitung haben die Akteure sowohl aus St. Gertrud als auch aus St. Josef dargelegt, „in diesen Punkten durchaus flexibel“ zu sein.

Einzig aber komme es auf die Bedarfe der Jugendlichen an. Was die Kooperation untereinander angehe, so versicherten beide Parteien, den inhaltlichen Dialog auch schon vorher geführt zu haben.

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