Alsdorf - Einsatzfahrzeuge bleiben an geparkten Wagen hängen

Einsatzfahrzeuge bleiben an geparkten Wagen hängen

Von: Karl Stüber
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Zu eng: Udo Mayer (l.) und Dirk Stoeckmann verfolgen gespannt, ob Feuerwehrkamerad Peter Kaußen am Steuer die Kurve kriegt. Foto: Stüber

Alsdorf. Schön ist es in Alsdorfs Stadtteil Busch. Und wie der Name schon vermuten lässt, auch noch schön grün. Aber auch eng. Denn die alte Siedlung wurde angelegt, als das Auto noch reiner Luxus war. Mittlerweile aber gehören zu einer Wohneinheit nicht nur ein Fahrzeug, sondern oft gleich mehrere.

 Und das Blech ist mit den Jahren immer breiter und länger geworden, der Knautschzone und Sicherheit wegen. Das bringt zunehmend Probleme für Feuerwehr und Rettungsdienst, denn viele Parkplätze und Buchten vor den Häusern sind versetzt angeordnet. So muss zum Beispiel die große Drehleiter der Feuerwehr schon genau im Slalom manövriert werden, will sie denn durchkommen, was oft gar nicht gelingt, wie am Freitag zum Beispiel auf dem Weg zu einem Ortstermin. Da wurde im oberen Bereich der Mittelstraße ausgetestet, ob denn die von Anwohnern gewünschten Parkplätze überhaupt so möglich sind. Vertreter von Feuerwehr und Ordnungsamt sowie Erster Beigeordneter Ralf Kahlen rollten an.

Nach diversen Ortsbegehungen wurden Poller entfernt und Parkmarkierungen aktualisiert, berichtet Kahlen. Zudem wurde im Juli vergangenen Jahres ein Infobrief an alle Haushalte der alten Siedlung verteilt, in dem auf die geltende Parkregelung nochmals eingehend hingewiesen wurde. Aber – im April dieses Jahres – hatte die Feuerwehr erhebliche Probleme, zum Einsatzort zu kommen. Daraufhin entschloss sich die Stadt zur „gezielten Überwachung des ruhenden Verkehrs“, was aber so mancher Buscher als Gängelung und Knöllchen-Attacke auslegte, weil die Stadt ja Geld brauche. Kahlen weist diese Kritik zurück. Es gehe letztlich auch um die Sicherheit derer, die sich beschweren. Im Stadtentwicklungsausschuss werden wohl nach der Sommerpause weitere Ideen zur Entspannung der Parksituation zur Diskussion gestellt, sagt Kahlen. Zum einen könnte die Gestaltungssatzung der Siedlung gelockert werden mit der Option, Vorgärten als Stellplatz nutzen zu dürfen. „Dabei darf aber die Charakteristik der Siedlung nicht verloren gehen“, so der stellvertretende Verwaltungschef. Weitere Überlegung: Am Rande der Siedlung könnte ein Parkplatz angelegt werden, was aber letztlich auch eine Frage des Grundstücks und des Geldes sein dürfte.

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