Einkaufszentrum: Plan nimmt konkrete Form an

Von: dk
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Noch Parkplatz, bald Teil des Einkaufszentrums: das Gelände am Feuerwehrturm in Baesweiler. Foto: deka

Baesweiler. Der Vorschlag ist konkret. Und er gefällt sowohl der politischen Mehrheit, der CDU Baesweiler, als auch allen anderen Fraktionen im Fachausschuss: Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Peter Strauch, Technischer Beigeordneter der Stadt Baesweiler, haben den Mitgliedern des Bauausschusses die Gestaltungsvorschläge zum Plangebiet „Am Feuerwehrturm“ vorgestellt.

Dort sollen bekanntlich ein Edeka-Markt, ein Discounter (Aldi) und eine Bäckerei hinkommen. Die „List“-Gruppe, ein Planungsbüro, hatte im Auftrag eines zweiten interessierten Investors neue Pläne bei der Stadt eingereicht.

Bevor Strauch die bauliche Seite beleuchtete, stieg Bürgermeister Linkens nochmals in den bisherigen Planungsstand ein und erläuterte sehr detailliert die Absichten: Bekanntlich sucht der in der Kirchstraße angesiedelte Edeka-Markt größere Flächen. Allerdings tritt der Interessent als Vollsortimenter nicht selbst als Bauherr in Erscheinung, dies bleibt vielmehr einem Investor überlassen.

Ein geeignetes Gebiet wurde „Am Feuerwehrturm“ gefunden und von der Stadt zugesagt. Zudem habe auch die Aldi-Gruppe signalisiert, dass sie gerne in Baesweiler einen Markt unterhalten möchte. Dieser soll, das erklärte Peter Strauch, „etwas kleiner als der vorhandene Markt in Setterich sein“. Der Settericher Aldi-Markt werde erhalten bleiben, das versichern die Stadt und die Aldi-Gruppe. „Es ist nicht geplant, den Markt in Setterich aufzugeben“, betonte Peter Strauch.

Der aktuelle Gestaltungsvorschlag, der auch bei einer von der SPD angeregten Einwohnerversammlung am 22. Mai vorgestellt wird und nach dem einstimmigen Beschluss – den CDU, SPD, Grüne und FDP fassten – im Fachausschuss auch dem Rat (14. Mai) zur Begutachtung vorgelegt wird, sieht einige Neuerungen vor. „Dieser Bereich soll attraktiv mit dem Zentrum verbunden werden“, präsentierte Peter Strauch erste Pläne und Zeichnungen, wie die Gebäude, die Parkflächen und eine inte-grierte Wohnbebauung im Kirchwinkel aussehen könnten.

Geplant sind Doppelhäuser mit Mietwohnungen etwa im Bereich des jetzigen Kindergartens, der ans Rathaus verlagert und dort neu gebaut wird. Baubeginn des Kindergartens soll Ende Mai sein. Die Straße im Kirchwinkel liegt etwa zwei Meter höher als die parallele Peterstraße. So wird vor der Wohnbebauung eine Art fußläufige Rampe entstehen. Unterhalb dieser Rampe bekommen anliefernde Lkw die Möglichkeit, in diese einzufahren und ihre Ladungen innerhalb von geschlossenen Garagen abzustellen.

Es wird auch von der Peterstraße aus möglich sein, in den entsprechenden Markt einzufahren und innerhalb des Gebäudes ausladen zu können. Damit treten die Planer auch Befürchtungen entgegen, dass es zu unnötigen Lärmbelästigungen kommen könnte.

Peter Strauch unterstrich auch nochmals: „Wir wollen keinen Markt, der um sich herum kleine Einzelgeschäfte hat. Das würde unser Zentrum schwächen.“ Zudem ist auch eine attraktive Anbindung des neuen Geschäftsbereiches mit der fußläufigen Verbindung geplant, die zur Apotheke in der Kirchstraße führt. Auch der Bereich um den Feuerwehrturm wird überarbeitet und soll Aufenthaltsqualität erhalten.

Peter Strauch ist überzeugt: „Die Kombination aus Vollsortimenter (2400 Quadratmeter), Discounter (etwa 1000 Quadratmeter) und Bäckerladen wird keine Schwächung unseres Zentrums nach sich ziehen.“ Im Gegenteil, die Stadt verspricht sich ebenso wie die Investoren eine Stärkung der Kaufkraft. „Wir werden dieses Gebiet nicht nur als reines Gewerbezentrum sondern auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten planen“, sagte der städtische Chefplaner im Ausschuss zu.

Sorgen, dass die Flächen fürs Parken abnehmen oder die Kirmes verkleinert werden könnte, zerstreute Strauch. „Die Kirmesfläche wird in etwa gleich sein, Parkplätze gibt es nach der neuen Lösung, so sie denn von allen favorisiert wird, sogar noch ein paar mehr.“

Bürgermeister Dr. Willi Linkens betonte, „dass auch weiterhin noch nichts entschieden ist und die Gestaltungsvorschläge für einen Monat öffentlich ausgelegt werden“. Zudem wird es die Einwohnerversammlung geben, in der die Vorschläge präsentiert werden. Es werden alle Behörden beteiligt und danach wird nochmals eine Offenlegung mit dem Ziel einen sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ zu erreichen.

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