Alsdorf - Eine pfiffige Redaktion sucht Nachfolger

Eine pfiffige Redaktion sucht Nachfolger

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Redaktion sucht Nachfolger: Die aktuelle Ausgabe ihrer Schülerzeitung nach Eins soll möglichst nicht die letzte an der Ofdener Realschule gewesen sein. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Für diese Journalisten hat Alfred Sonders sich gern etwas länger Zeit genommen und Fragen beantwortet, die ihm in seiner Amtszeit so noch nie gestellt worden sind. Fragen nach seinem ersten Kuss oder dem peinlichsten Erlebnis. Alsdorfs Bürgermeister gab sich offenherzig. Schließlich war er selbst mal Redakteur einer Schülerzeitung an der Ofdener Realschule.

Dort hat eine fleißige Truppe im vergangenen Schuljahr viel Energie in das Zeitungmachen gesteckt. 15 Mitglieder hat die jetzt auslaufende Bibliotheks-AG, die neben dem Katalogisieren von Büchern rasch eine weitere Beschäftigung fand: eine Schülerzeitung zu erstellen. Angeleitet von einem Profi, dem ehemaligen Redakteur Roland Preuschoff.

Auf fünf Ausgaben seiner Zeitung „10 nach Eins” hat es das Team der zehnten Jahrgangsstufe während der einjährigen AG-Zeit gebracht. Gefüllt wurden die Hefte nicht bloß mit Filmkritiken, Horoskopen oder Witzen. Auch ihren Lehrern haben die Jugendlichen ordentlich auf den Zahn gefühlt und politische Prozesse wie die Diskussion um die Zukunft ihres Schulgebäudes begleitet.

Herzstück der aktuellen Ausgabe ist das mehrseitige Interview mit Alfred Sonders, der übrigens mit 14 Jahren beim Flaschendrehen zum ersten Mal geküsst hat aber nicht weiß, dass Johnny Depp die Hauptrolle im „Fluch der Karibik” spielt.

Er sei mehr ein Fan der „Star Trek”-Reihe, erzählte er den Schülern. Die waren beeindruckt von der lockeren Begegnung. „Wir hatten anfangs ein komisches Gefühl, dem Bürgermeister gegenüberzusitzen”, sagt Jungredakteur Max Schlösser, „aber dann hatten alle richtig gute Laune”.

Unprofessionell - aber gut

Richtig gut - so findet er auch die Zeitung. „Zu Beginn war sie vielleicht etwas unprofessionell aber gut. Jetzt ist sie professionell und sehr gut.” Bescheidenheit ist in dieser Sache nicht sein Ding. Aber der Ehrgeiz soll sich später auszahlen, eine journalistische Laufbahn könne er sich gut vorstellen. Zunächst will er deshalb mit der Schule weitermachen, wie fast alle aus der Redaktion.

Weil die AG und die Schulzeit in Ofden nun schon bald enden, möchten die Schüler ihre Redaktion gern „vererben”. „Es wäre schön, wenn im kommenden Schuljahr Jüngere unsere Arbeit fortsetzen”, sagt Max Schlösser. Dem Schulleiter würde das gefallen. „Kritisch aber immer fair”, so sieht Peter Lambertz die schuleigene Presse.

Sie selbst sieht das übrigens genau so. Schlösser: „Das Jahr hat sich für uns alle richtig gelohnt.”
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