Eine neue Heimat mit Schönheitsfehlern für den VfB Alsdorf

Von: Yannick Longerich
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Das Verletzungsrisiko steigt: Maulwürfe haben auf Höhe des Mittelkreises bereits beachtliche Schäden verursacht. Foto: Yannick Longerich
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Trotz der Macken findet das erste Pflichtspiel des VfB auf dem Platz in Zopp gegen Rasensport Brand statt. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Bevor am vergangenen Freitag zum ersten mal der Ball auf der neuen Spielfläche rollte, nahmen sich Willi Elsen, Geschäftsführer des VfB Alsdorf, und Bürgermeister Alfred Sonders die Zeit und begutachteten das Geläuf aus der Nähe. Auf Höhe des Mittelkreises stoppte man. Der sonst prächtig gedeihende Rasen weist hier einige Makel auf – die Verursacher sind schnell identifiziert.

Maulwürfe machen eben keinen Halt vor Fußballplätzen. Auf einer Fläche von ungefähr neun Quadratmetern haben die Erdbewohner den Untergrund aufgewühlt. Unebenheit und kahle Stellen sind die Folgen. Der Bürgermeister blickte mit ernster Miene auf den Untergrund und lauschte gespannt dem Report seines Gegenübers. Leider ein mittelgroßer Schönheitsfehler einer ansonsten positiv verlaufenden Vereins-Revolution im Alsdorfer Südwesten.

Doch der Reihe nach: Genau ein Jahr ist es her, dass sich die ehemaligen Alsdorfer Vereine SSG Zopp, SG Duffesheide und Rot-Weiß Alsdorf zum VfB Alsdorf zusammenschlossen.

In Zeiten schwindender Mitgliederzahlen und bedingt durch den Sportstättenentwicklungsplan, welcher die Schließung der Plätze in Duffesheide und von Rot-Weiß vorsah, war für die Verantwortlichen aller Vereine die Zusammenlegung die beste Lösung. Die Stadt honorierte diese Kooperationsbereitschaft und sanierte die Spielfläche an der Zopper Ottenfelder Straße.

Nachdem der VfB seine Heimspiele in der vergangenen Saison noch übergangsweise auf der traditionsreichen Jupp-Lürkens-Kampfbahn am Wilhelmschacht austrug, folgte nun der Umzug in die neue sportliche Heimat. Nachdem bereits am Freitag die Auswahlmannschaft des VfB und das Alt-Herren-Team von Alemannia Mariadorf den neuen Platz einweihten, trat am Sonntag die erste Mannschaft des VfB zur Pflichtspielpremiere in Zopp an. In der ersten Runde des Sparkassen-Kreispokals empfing man mit Bezirksligisten Rasensport Brand einen echten Kracher.

VfB-Pressewart Josef Jansen und Fußballobmann Peter Löwen sind mit dem neuen Platz „nur teilweise zufrieden“.

„Das Gefälle von ungefähr zwei Metern wurde ausgemerzt. Auch der neu eingesäte Rasen hat sich bei den ersten Trainingseinheiten als sehr robust und belastungsfähig erwiesen“, zählte Jansen die Vorteile auf. Das eingangs genannte Maulwurfproblem sei in seinen Augen jedoch nicht überraschend: „Die Problematik existiert seit Jahren. Die Stadt hat diesen Punkt leider übersehen.“

Löwen befürchtet Risiken für seine Spieler: „Wir haben bereits einen Verletzten zu beklagen, der aufgrund der Unebenheit umgeknickt ist.“ Ob und wie hier Abhilfe geschaffen werden kann, das können beide noch nicht sagen. In jedem Falle solle jedoch die konstruktive Kommunikation mit der Stadt aufrechterhalten werden.

Den Nachwuchs im Blick

Im Team von Trainer Musa Dogan überwiegt freilich die Euphorie. Der Coach, der selbst als Zweitligaspieler in der Türkei von sich Reden machte, führte die erste Mannschaft in der Vorsaison auf einen beachtlichen fünften Platz in der Kreisliga C. Für die kommende Saison ist der Aufstieg als Ziel ausgegeben. Auch im Jugendbereich erhoffen sich die Verantwortlichen Fortschritte.

Nachdem vergangenes Jahr die Werbetrommel für eine eigene B-Jugendmannschaft gerührt worden war, entschlossen sich viele Jugendliche letztendlich doch gegen den damaligen Aschenplatz. Mit dem neuen Naturrasen sieht sich der Verein nun im Vorteil.

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