Alsdorf - Eine lustvoll-karibische Leichtigkeit

Eine lustvoll-karibische Leichtigkeit

Von: Sigi Malinowski
Letzte Aktualisierung:
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Einfach heiß: Die Tänzer der „Havana Rumba”-Show lieferten in der Stadthalle eine packende Show mit exotischen Rhythmen. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Lustvoll und unverhohlen erotisch - so sind die Rhythmen und Bewegungen der Rumba. Wird rundherum noch eine Geschichte aufgebaut, entstehen starke und lebensfrohe Bilder. Eingepackt war das alles in die Tanzshow „Havana Rumba”, die in der Stadthalle Alsdorf zu genießen war.

Ähnlich wie bei manchem Tanzfilm - „Saturday Night Fever”, „Grease” oder „Dirty Dancing” - gab die Story der Tanzshow keinen Tiefgang her. „Havana Rumba” lebte vom Enthusiasmus, von der Lebensfreude ihrer Protagonisten. Davon quoll die Show über. 2007 wurde das musicalähnliche Werk erstmals in Hamburg aufgeführt.

Träumend fortreisen

Die karibische Leichtigkeit: Sie war es, die das Publikum schnell mitriss und in dem einen oder anderen Moment den Betrachter träumend nach Kuba transferierte. Dort, in Havanna, wurden seinerzeit die Musiker und Tänzer des Rumba-Ensembles entdeckt. Lasziv deckte die wild zusammengewürfelte Truppe aus Tänzern das Szenario auf der Bühne ein.

Mambo, Cha Cha Cha und natürlich die Rumba waren die Rhythmen, die eine in mehrere Episoden angelegte Story mit mitreißenden Klängen untermalte. Produziert wurde die „Havana Rumba” von einem eigentlich „kühlen” Nordengländer namens Toby Gough.

Im Mittelpunkt stand die „Callejon de hamel”, jene kulturträchtige Straße Havannas, auf der die Menschen Woche für Woche an den Samstagabenden die Rumba tanzen. Die einzelnen Abschnitte der Inszenierung wurden vom Erzähler „Salvador” dem Publikum nahegebracht.

Wilde Rhythmen

Afrikanische Buschmänner tanzten zu wilden Rhythmen, auf Kuba begegneten sie dem Flamenco ihrer spanischen Herren. Irgendwann vermengen sich die Stile afrikanischer und andalusischer Herkunft - und die Rumba war entwickelt. Um ihren König, den Sänger „Ramon”, rankte sich ein großer Teil der Show.

In den Bars oder am Strand, überall war das Bild gleich: es wurde getanzt, geflirtet, gebetet und getrunken, gab es Liebe und Eifersucht. Die Suche nach einem besseren Leben im gelobten Amerika stand dabei immer im Hintergrund.

Besonders im Finale brachen sich die starken Emotionen Bahn. Papito, dem zweiten Star der Aufführung, war die Bootsfahrt übers Meer gelungen. Als Pizzabäcker schlug er in Miami auf, aber sein Herz war in Kuba geblieben.

Irgendwann brach sein Traum vom besseren Leben in Florida zusammen, die glitzernde Welt wurde stumpf. Als Papito heimkehrte in seine Welt, ballte sich die ganze tänzerische Energie noch einmal und brach wie ein Vulkan aus ihm heraus.

Kleiner Lehrgang inklusive

Die Gruppen-Performance hatte Alsdorf tanzend erobert. Dafür gab es dann einen Nachschlag vom Ensemble. Minutenlang unterrichteten die Musiker, Sänger und Tänzer das Publikum in der kubanische Lebensweise in Form eines „Tanzlehrganges”. Und dabei tobte es in der Stadthalle ähnlich wie die Tänzer auf der Callejon de hamel. Und niemand mochte da mehr so recht mit dem Tanzen aufhören.
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