Eine „jahrelang verfehlte Sportpolitik“

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Würselen. Zur Diskussion um Sportstätten in Würselen und unseren Beitrag über den Vortrag des Landtagsabgeordneten Axel Wirtz beim Stadtsportverband Würselen nimmt der Vorsitzende des VfR Würselen, Markus Carduck, Stellung:

Ein wesentlicher Punkt im Vortrag von Axel Wirtz sei gewesen, dass bei Kooperationen bzw. Fusionen von Fußballvereinen „kein Zwang ausgeübt werden darf von einer Kommune, da dies kontraproduktiv wäre“. Vielmehr müssten sich die Vereine freiwillig zu solchen Plänen bereit erklären, wie es in Stolberg und jetzt auch in Alsdorf passiert sei. In der Stadtverwaltung müsste dies zur Chefsache gemacht werden, doch sei ist in Würselen nach den Wortmeldungen der teilnehmende Vereine ja scheinbar nicht der Fall. „Ein Verein berichtete sogar darüber, dass er seit 2011 vergeblich auf irgendeine Antwort seitens der Stadt wartet“, schreibt Carduck.

Einige Plätze könnten gar nicht in Bauland umgewandelt werden und würden dadurch der Stadt gar keine Ersparnis in den Unterhaltskosten bringen, da sie gar nicht anders genutzt werden könnte. „Daher ist es für uns einfach unverständlich, wie man jetzt ein Sportzentrum plant, ohne irgendwelche Daten zur Hand zu haben. Und wir Vereine sollen einfach mitspielen und für jahrelang verfehlte Sportpolitik in Würselen leiden.“

So soll durch den „Glücksfall Gesamtschule“ die seit 45 Jahren versprochene Umlaufbahn realisiert werden, obwohl jeder wisse, dass der Sportplatz Scherberg nicht als Bauland zu vermarkten ist und die Umlaufbahn daher dort viel mehr Sinn machen würde. Diese Beschlüsse habe es schon vor etwa drei Jahren im Rat der Stadt Würselen gegeben, die aber aufgrund der Sanierung der Halle Krottstraße zurückgestellt wurden.

Carduck: „Warum besinnt man sich nicht wieder auf diese Pläne, die sinnvoll und durchdacht waren, bevor man jetzt einfach soviel Geld für einen Ersatzplatz ausgibt.“ Der VfR Würselen habe das Gutachten zu den Kosten eines neuen Sportplatzes im Weidener Feld vorliegen! Ergebnis 1,7 Millionen Euro.

In der letzten Ratssitzung sei seitens der Stadtverwaltung ein Betrag von 770.000 Euro für die Neuanlage eines neuen Platzes am Aquana angeführt worden. Nicht nur einigen Ratsvertetern seien die Zahlen zu niedrig vor, gekommen, sondern auch dem VfR Würselen. „Daher liegt uns jetzt ein Gutachten eines Ingenieurbüros vor, was eine detaillierte Kostenaufstellung aufzeigt. So kann jeder feststellen, dass die Berechnungen in unseren Vorschlägen richtig waren!“ Die mögliche Ersatzspielfläche am Aquana würde damit rund eine Million Euro mehr an Kosten verursachen, die nicht kalkuliert seien. Für diese Million müsste die Stadt zusätzliche Kredite aufnehmen. „Daher denken wir, dass unsere Pläne die wir schon der Verwaltung, Parteien und der Öffentlichkeit vorgestellt haben, immer noch die kostenneutralste Lösung für die Stadt Würselen ist.

Berücksichtigen müsse man auch noch, dass die Kosten für die neue Straße dann zu der Sportanlage am Aquana vorbei, nicht im Gutachten enthalten seien. Ein weiterer Kostenfaktor seien Container, die natürlich auch nur eine begrenzte Lebensdauer haben und somit auch immer wieder ausgetauscht werden müssten.

Man sollte auch bedenken, ob die Stadt in der Lage ist, nach den Neubauten Mensa Gymnasium, Sportpark Weiden, Turnhalle Gymnasium, Gesamtschule sich das nächste Großprojekt auf die Fahne zu schreiben. „Irgendwann werden auch die Kapazitäten der Verwaltung am Limit und dann befürchten wir, dass wir von heute auf Morgen ohne Trainingsmöglichkeiten dastehen! Unsere Pläne zum Umbau des Sportanlage Drischfeld sind fast fertig und ohne große Probleme umsetzbar!“, betont Carduck.

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