Eine große Bühne für mehr als 30 Hobby-Künstler

Von: Stefan Schaum
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Schwesternsache: Eva Schaffarczyk (l.) ist die Malerin in der Familie, Gabi greift beim Patchworken zu Nadel und Faden. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Diesmal sind nicht die gefragt, deren Kunst in Galerien hängt. Diesmal sind die gefragt, die in ihrer Freizeit im heimischen Keller zum Pinsel greifen oder in ihrer Garage Skulpturen bauen. Hobbykünstler. Nicht mehr – aber beileibe nicht weniger. Wie vielfältig und vor allem sehenswert deren Werke sind, zeigt eine große Hobbykünstler-Ausstellung in Baesweiler.

Mehr als 30 Teilnehmer aus Baesweiler und der Region präsentieren sich ab dem kommenden Samstag in der Mehrzweckhalle an der Grabenstraße. Menschen, die Teddybären herstellen oder Fliesen bemalen, Menschen, die Porzellan verzieren oder mit Kreuzstichen Figuren erschaffen. Menschen wie Eva und Gabi Schaffarczyk, für die die Kunst auch ein wenig Familiensache ist. Als ihre Kinder klein waren und sie als Mutter meist daheim, hat Eva Schaffarczyk wieder häufiger zum Pinsel gegriffen. „Als Kind hatte ich schon für meinen Großvater Bilder gemalt“, sagt die heute 54-Jährige, „der hat das geliebt“.

Mehr Platz denn je

Der Kunst blieb sie treu. Seit ihre drei Kinder aus dem Haus sind, hat sie dafür mehr Platz denn je. Da kann sie in den alten Kinderzimmern auch mal eine sechs mal drei Meter große Stoffbahn auf dem Boden ausrollen, um ein Bühnenbild für das Frauentheater Beggendorf zu malen. „Früher habe ich in Öl gemalt, heute bevorzuge ich Acryl – das trocknet schneller.“

Ungeduldig sei sie nämlich, ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Gabi. Die malt nicht, sondern „quiltet“. Riesige Steppdecken aus zwei Stoffschichten mit einer Vliesschicht dazwischen. Und jeder Stich Handarbeit. Da dauert es, bis aus etlichen Stoffteilen eine Einheit wird. „Für eine Bettdecke brauche ich schon mal zwei Jahre“, sagt sie. Meist näht sie, während sie Fernsehen schaut. Und meist im Winter. „Im Sommer ist es mit so einer Decke auf den Knien viel zu warm“, sagt sie.

Für die 51-Jährige ist Kunst Entspannung, ein guter Ausgleich zum oft stressigen Job als Krankenschwester. Ein Hobby halt. „Aber ein sehr schönes“, wie sie unterstreicht. Und dass sich das sehen lassen kann, will sie gern zeigen.

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