Alsdorf - Eindrucksvoll: „Italienische Kontraste“ beim Chorkonzert

Eindrucksvoll: „Italienische Kontraste“ beim Chorkonzert

Von: yl
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Verdientes Lob: Chordirektor Günther Kerkhoffs (4.v.l.) nahm stellvertretend die Glückwünsche entgegen. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Wer zu dieser Jahreszeit einen Bezug zur italienischen Klassik und deren mediterranes und andächtiges Wesen in unseren Breitengraden sucht, wird schon allein von Petrus und seiner Wetterstimmung mit einer Mammutaufgabe betraut.

„Italienische Kontraste“ – ein gemeinsames Chorkonzert der gesamten Alsdorfer Chorgemeinschaft – bot jetzt einen stimmungsvollen und inspirierenden Ausstieg aus der Tristesse eines verregneten Märzabends.

Unter der Gesamtleitung von Chordirektor Günther Kerkhoffs und seiner Assistenten Willy Beckers, Vera Kerkhoffs und Mathias Brede sangen der städtische Jugendchor, der Kirchenchor St. Mariä Heimsuchung und der städtische Chor in Kooperation. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit von vier Monaten präsentierten die Künstler einer gut gefüllten Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung in Schaufenberg einen mitreißenden und stimmgewaltigen Auftritt.

Der „Italienische Kontrast“ begann mit einem „Adagio für Streichinstrumente und Orgel“ von Tomaso Albinoni. Das Werk in g-moll erschien erstmals 1958 im Mailänder Musikverlag Ricordi, und gehört inzwischen zu den bekanntesten und beliebtesten Stücken der klassischen Musik. Es ist in den meisten Zusammenstellungen „barocker Hits“ enthalten, obwohl es sich stark von Albinonis sonstigem Stil unterscheidet. Dem Cineasten sollte es bekannt sein aus Filmen wie „Der Prozess“ (1962) oder „Welcome to Sarajevo“ (1997). Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“, eine Trombe in C-Dur, lieferte den notwendigen Gegenpart einer interessanten Gegenüberstellung. Das oft ironisch als „Gelegenheitswerk“ bezeichnete Stück – der Opernmeister Puccini konnte sich letztendlich nie gänzlich zwischen Kirche und Theater entscheiden – wurde zum Abschluss der Studienzeit des Künstlers im Jahr 1880 vollendet und gibt bis heute eine oftmals unterschätzte Talentprobe aus der Jugend des Meisters.

In feierlicher Atmosphäre zelebrierten die Sänger mit Unterstützung des städtischen Orchesters – Leitung Dieter Beißel –und Ewald Schwiers an der Kirchenorgel einen mediterran angehauchten Rausch der Klassik. In den ehrwürdigen Hallen der Schaufenberger Pfarrkirche erwartete das Auditorium eine überwältigende Akustik, die jeden sofort in ihren Bann zog. Mit ihren Soli glänzten Martin Endrös (Tenor) und Christian Brülls (Bass).

Chorleiter Kerkhoffs nahm nach tosendem Applaus die verdienten Glückwünschen stellvertretend für die musikalischen Akteure entgegen. Der Förderverein „Freundeskreis zur Förderung des Städtischen Chores Alsdorf und seines Orchesters“ zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Chöre und sah sich bestätigt in seinem Förderprogramm. Ihrer Aufgabe – Heranführung der Jugend an die klassische Musik – ist die Alsdorfer Chorgemeinschaft einmal mehr in beeindruckender Art und Weise gerecht geworden.

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