Würselen - Eindeutiges Nein zum Spiel- und Erotikcenter

Eindeutiges Nein zum Spiel- und Erotikcenter

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
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Bauvoranfrage zur Umnutzung des ehemaligen Großhandels für Bürobedarfs für zwölf Monate ausgesetzt: In die leerstehende Immobilie sollte ein Spielcenter auf 1000 Quadratmetern und ein Erotikcenter auf 700 Quadratmetern

Würselen. Dem Bauordnungsamt der Stadt liegt eine Bauvoranfrage zur Änderung der Nutzung eines Großhandels für Bürobedarf in der Carlo-Schmidt-Straße 3 a zu einem Spiel- und Eroktikcenter vor.

Das Spielcenter soll rund 1000 Quadratmeter groß sein und in mehrere Spielhallen aufgeteilt werden, das Erotikcenter soll 350 Quadratmeter Verkauf von Erotikartikeln und 350 Quadratmeter Videokabinen umfassen.

Gemäß der zurzeit gültigen Fassung des Bebauungsplanes 143 ist der Verkauf von Erotikartikeln nicht zulässig, „da es sich um zentren- und nahversorgungsrelevante Sortimente handelt”. Vergnügungsstätten wie ein Erotikcenter mit Videokabinen und ein Spielcenter mit mehreren Spielhallen sind jedoch nicht ausgeschlossen. Um ihre Ansiedlung zu verhindern, fasste der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung den einstimmigen Beschluss, die 14. Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplanes durchzuführen.

Er teilte die Befürchtungen der Verwaltung, „dass das Aachener Kreuz sich zu einer Konzentration von Vergnügungsstätten entwickelt mit der Folge, dass die Grundstückspreise weiter steigen und dass die Grundstücke für die Ansiedlung von anderen Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben nicht mehr zur Verfügung stehen”. Dies entspreche nicht den Zielsetzungen der Würselener Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

„Wir wollen keine zusätzlichen Vergnügungsstätten. Das Maß ist erreicht”, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Mix seinen Standpunkt. „Das, was vorhanden ist, soll Bestand haben”, schloss sich CDU-Sprecher Balthasar Tirtey an. Dass es ausreichend Spielhallen im Stadtgebiet gebe, dem pflichtete auch UWG-Sprecher Theo Scherberich bei. Der Ausschuss beantragte bei der Baugenehmigungsbehörde, die Entscheidung über die Zulässigkeit der beiden Bauvoranfragen für einen Zeitraum von zwölf Monaten auszusetzen.
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