Ein tolles Programm zum Ende der Kirmessaison

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
12522793.jpg
Spielspitze Bardenberg mit Maikönigin Xenia Bergrath, Maikönig Marco Hümmer, Ehrendame Dana Heinen. Maiknecht Pascal Mandel, Maimagd Alina Pampa und Ehrendame Ramona Messen, 1. Pritschenmeister Sven Clermont, 2. Pritschenmeister Anna-Lena Bergrath. Foto: Wolfgang Sevenich
12522794.jpg
Schützenfest in Bardenberg: Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Bardenberg hat einen neuen König. Vorsitzender Wilhelm Kuntz und Königin Ute Kuntz werden die Bruderschaft für 1 Jahr lang überall vertreten. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Einen glanzvollen Schlusspunkt unter die Kirmessaison 2016 setzten die St.-Sebastianus-Schützen und das Jungenspiel Bardenberg im „Dörflein an der Wurm“. Der Wettergott war ihnen nach einer voraufgegangenen Zitterpartie so gnädig, dass der Festzug seine volle Pracht entfalten und der Königsvogelschuss bei Sonnenschein einen spannenden Verlauf nehmen konnte.

Mit den zahlreichen Schaulustigen, die auch aus anderen Quartieren der Stadt der Jungenspiele den Weg ins „Dörflein“ gefunden hatten, strahlte die Bardenberger Spielspitze um die Wette: Maikönigin Xenia Bergrath, Maikönig Marco Hümmer, Ehrendame Dana Heinen, Maiknecht Pascal Mandel, Maimagd Alina Pampa und Ehrendame Ramona Messen sowie die 2. Pritschenmeisterin Anna-Lena Bergrath. Es applaudierten ihnen auch Bürgermeister Arno Nelles und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, die am Abend die Präsente überbrachten.

Luzi Majewski gewinnt

Den ersten schießsportlichen Wettbewerb trugen zum Auftakt des viertägigen Spektakels zehn Schützenfrauen aus. Mit dem 74. Schuss entschied ihn Luzi Majewski für sich. Die Freude war bei ihr besonders groß, weil sie zum ersten Mal ihr Glück versuchte hatte.

36 Schießsportbegeisterte traten zur Ermittlung des neuen Ortskönigs an. Der Wettstreit zog sich bis zum 181. Schuss hin. Mit einem Volltreffer führte Anne Derichs die Entscheidung herbei. Auch sie wurde begeistert gefeiert. Eine regelrechte Kirmesparty stieg anschließend mit der „Eddy Schmidt-Band“ im Festzelt. Ein musikalisches Feuerwerk zündete die Coverband „Wheels“ auch in diesem Jahr wieder am nächsten Abend. Seinen nicht unmaßgeblichen Teil zur Stimmungsmache trug Diskjockey Mitch bei.

Geweckt wurden Schützen und Spellsleute zum gemeinsamen Frühstück beim noch amtierenden Schützenkönig Barthel Kolberg recht früh am nächsten Morgen vom Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg. Ein Kranz wurde am Ehrenmal niedergelegt, bevor der von Pfarrer Rainer Gattys, assistiert von Diakon Michael Lang, zelebrierte Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul besucht wurde.

Pünktlich setzte sich am Nachmittag der farbenprächtige Festzug zur großen Dorfrunde in Bewegung. Strammen Schrittes wurde er angeführt von den beiden Ordnungshütern Ralf Kelch und Willi Nobis sowie vom Hauptmann der Schützen, Kurt Leisten, und von Pritschenmeister Sven Clermont. Das noch amtierende Königspaar Barthel und Marianne Kolberg fuhr, musikalisch untermalt vom Bundestambourkorps, in der offenen Kutsche freundlich winkend vor.

Nicht minder freundlich grüßten die Gäste, das Diözesankönigspaar Nikolaus und Sabine Kirfel von der St.-Matthias-Bruderschaft Reifferscheid, aber auch das Bezirkskönigspaar Achim und Ute Kuntz von der St.-Hubertus-Schützengilde aus Morsbach. Neben ihr waren in starker Besetzung die Sebastianus-Schützen Weiden, die St.-Hubertus-Schützen Scherberg, St. Antonius Niederbardenberg und St. Sebastianus Eilendorf sowie die Hubertus-Bogenschützen aus Bardenberg und die Salmanus-Bogenschützen von „Drisch“ zur Stelle.

Doppelter Salto

Als erstes Gastjungenspiel machte der Nachbar aus Morsbach seine Aufwartung. In freundschaftlicher Verbundenheit schlossen sich das Euchener Jungenspiel, die Maijungen Niederbardenberg und das Jungenspiel Markt-Preck an. Obwohl der böige Wind gehörig zu schaffen machte, ließen die Fahnenschwenker ihre bunten Tücher durch die lauen Lüfte wandern oder „schossen“ sie mit dem Fuß weit in den Himmel hinein, während die Maipaare Lebensfreude pur verbreiteten.

„Artig“ machten die „Herren der Schöpfung“ ihren Knicks oder drehten mit ihrer Braut eine Runde um die eigene Achse. Das Trommler- und Pfeiferkorps „Vorwärts“ Kohlscheid kündigte das Spiel aus dem „Dörflein“ an. Viel Beifall ernteten die Radschlägerinnen, die auf Piff ihre Künste zur Schau stellten, bis hin zum doppelten Salto rückwärts, aber auch die Einradfahrerinnen.

Bereichert wurde der Festzug durch ein Altspiel mit einem „Bräutigam“ in Schwarz mit gelbem Strohhut. Er brachte noch mehr Farbe ins Spiel!

Nach einem kurzen Gebet feuerten Diakon Michael Lang und der Diözesankönig Nikolaus Kirfel die Ehrenschüsse zum Königsvogelschuss ab. Mit den Flügeln machten die ambitionierten Schützen kurzen Prozess. Sie fielen im Abstand von zehn Minuten. Eine harte Nuss zu knacken hatten sie, als sie den Rumpf in Angriff nahmen. Sie lehrten ihm zwar mehr und mehr das Fürchten, doch er leistete mehr Widerstand als erwartet.

Um 19.15 Uhr machte Brudermeister Wilhelm Kuntz dann (endlich!) kurzen Prozess. Nach 1973, 1977, 1984 und 2010 brachte er das Königssilber zum fünften Male in seinen Besitz. In der Kirche erbat der Diakon für ihn Gottessegen, während die Könige, die am Festzug teilgenommen hatten, einen eigenen Wettstreit austrugen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert